Tourismusregion auf der Suche nach neuen Betten. Infoveranstaltung für bestehende und potenzielle Beherberger. Bürgmayr-Posseth: „Ist Chance für ein zweites Standbein.“

Von Christian Eplinger. Erstellt am 21. März 2021 (04:27)
Die Familie Wurzenberger hat mit ihrer „d‘Auszeit – Hütte der Gemütlichkeit“ eine alternative Nächtigungsmöglichkeit in Oberndorf geschaffen. Ähnliche kreative Projekte sollen neben der Kapazitäten- und Qualitätsverbesserung von bestehenden Betrieben im Melker Alpenvorland in den nächsten Jahren ins Auge gefasst werden, hoffen Wolfgang Zimprich (links) und Reinhard Bürgmayr-Posseth.
Eplinger, Eplinger

„Start.up Rooms“ nennt sich die neue Initiative, mit der die Tourismusregion Melker Alpenvorland die Kapazität und Qualität der Nächtigungsmöglichkeiten in den 15 Mitgliedsgemeinden erhöhen will. Für interessierte Beherbergungsbetriebe aber auch für Neueinsteiger soll es im Juni eine gemeinsame Informationsveranstaltung geben.

„Wir wollen einerseits bestehende Betriebe zu Investitionen in Richtung Komfort und Qualität motivieren und andererseits Neueinsteiger für die Beherbergung interessieren“, schildert Tourismusobmann Reinhard Bürgmayr-Posseth und richtet sich dabei sowohl an Urlaub-am-Bauernhof-Betriebe, Privatzimmervermieter, Gasthöfe mit Gästezimmer oder Appartement-Anbieter.

Dass der Landurlaub im Trend liegt und durch Corona noch verstärkt wird, hat das vergangene Jahr gezeigt. „Neben der Pandemie tragen auch die zahlreichen Wander-, Rad- und Gruppenangebote im Melker Alpenvorland dazu bei, dass auch bei den Nächtigungen neue Möglichkeiten erschlossen werden sollen“, ergänzt Mostviertel-Tourismus-Geschäftsführer Andreas Purt.

Dabei können neben klassischen Gästezimmern auch neue Ideen für Nächtigungsmöglichkeiten angedacht werden. „Etwa Schlafen in alten Eisenbahnwaggons oder Holzfässern, aber auch Tiny-Häuser oder Mini-Holzhäuser wären kreative Ideen für die etwas andere Nacht am Land“, lässt Werbefachmann Wolfgang Zimprich der Kreativität freien Lauf.

Am meisten versprechen sich die Verantwortlichen aber von leer stehenden Räumlichkeiten auf Bauernhöfen oder in Privathäusern. „Mit der Zimmervermietung kann man sich ein zusätzliches Einkommensstandbein schaffen“, ist Bürgmayr-Posseth, der selbst seinen Gastbetrieb um fünf Komfortzimmer ausgebaut hat, überzeugt.

Mostviertel Tourismus bietet allen Interessierten auch eine kostenlose Betreuung durch die Betriebscoaches an.