Störche trauern um ihre Junge. Seit sie ihren Nachwuchs verloren haben, waren Oberndorfer Störche nicht mehr beim Horst.

Von Red. Erlauftal. Erstellt am 26. Mai 2021 (13:39)
Störche Storchennest Storch
Symbolbild
Josef Lang

Seit dem Drama um den Tod der Oberndorfer Storchenküken ist das leere Nest auf ihrem Dach für Familie Gansch ein besonders trauriger Anblick. Als Grund für den Tod der Kleinen war vergiftetes Futter angenommen worden (die NÖN berichtete), es herrschte die Befürchtung, dass auch die Altstörche betroffen sein könnten. Das war nicht der Fall, das Storchenpaar ist gesund. Den Horst haben die Tiere jedoch verlassen.

„Die beiden sitzen den ganzen Tag auf dem Kreuz auf dem Kirchendach. Sie fliegen nur zur Futtersuche weg und kommen dann sofort wieder zurück“, erzählt Johanna Gansch. „Jetzt versuchen sie sogar, sich dort ein neues Nest zu bauen.“ Ob Störche emotional unter dem Tod ihres Nachwuchses leiden, ist nicht bewiesen. Johanna Gansch jedoch ist sicher: „Seit die Jungen gestorben sind, sind die Eltern offensichtlich verstört. Viele Leute sagen, dass Tiere nicht trauern können. Aber ihr Verhalten beweist für mich das Gegenteil.“
Ob die Storcheneltern noch einmal brüten, ist fraglich, denn die Zeit wird knapp. Möglicherweise werden die toten Storchenbabys untersucht, um die Todesursache festzustellen.