1.460 Pannendienste 2020 im Bezirk Scheibbs. Einsatzzahlen liegen im Mostviertel und auch im Bezirk Scheibbs so wie in ganz Österreich etwas unter Vorjahresniveau.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 14. Januar 2021 (05:13)
Pannenhilfe ÖAMTC Symbolbild
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ÖAMTC

2020 war geprägt von der Coronapandemie und den daraus entstandenen Einschränkungen, unter anderem in der Mobilität. Die ÖAMTC-Pannenhilfe war dennoch uneingeschränkt einsatzbereit und rückte österreichweit rund 635.100 Mal aus. Das sind im Schnitt 1.740 Einsätze täglich für die Pannenfahrer des Mobilitätsclubs – 7,4 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr.

„Das ist einerseits allgemein auf das coronabedingt reduzierte Verkehrsaufkommen zurückzuführen. Andererseits hatten wir 2020 im Sommer auch keine langanhaltenden extremen Hitzewellen, die für Fahrzeugbatterien genauso strapazierend sind wie eisige Wintertage. Auch lange Frostperioden waren selten“ erklärt Gerhard Samek, Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe.

Vergleicht man die einzelnen Monate, hatten die Gelben Engel 2020 im Jänner (61.300 Einsätze) vor dem August (61.200) und dem Juli (59.700) am meisten zu tun. Damit lagen die beiden Sommermonate sogar auf Vorjahresniveau. Die wenigsten Einsätze wurden im vergangenen Jahr im März gefahren (41.100).

Der einsatzreichste Tag des Jahres war der 7. Jänner mit 3.581 Einsätzen, mehr als das Doppelte des Tagesdurchschnitts (1.740). Wenn die Panne vor Ort nicht behoben werden konnte, kam der ÖAMTC-Abschleppdienst zum Einsatz – das war im Vorjahr österreichweit rund 206.800 Mal der Fall.

Auch im Mostviertel folgten die Zahlen dem nationalen Trend. Im Scheibbser Bezirk gab es 1.460 Einsätze. Das sind rund 200 Einsätze weniger als in den vergangenen Jahren. Der Scheibbser Stützpunkt bildet von den Einsatzzahlen der ÖAMTC-Stützpunkte im Mostviertel auch das Schlusslicht. Die meisten Einsätze fuhr Amstetten (6.050), dann folgten Melk (3.120), St. Valentin (2.520) und Waidhofen/Ybbs (1.830).

Rund 37 Prozent aller Einsätze entfielen 2020 auf schwache, leere oder defekte Batterien. Dahinter folgten Motorprobleme (elektrisch sowie mechanisch) mit rund 25 Prozent der Einsätze und Probleme mit dem Starter oder der Lichtmaschine, welche in rund acht Prozent der Fälle Grund für das Ausrücken eines ÖAMTC-Pannenfahrers waren. Auf den weiteren Plätzen folgten Schwierigkeiten mit den Reifen (acht Prozent) und „Aufsperrdienste“ (fünf Prozent).