Erstellt am 20. Januar 2018, 13:57

von NÖN Redaktion

Wieselburger Stefan Steiner wird zu Kurz' Berater. Die ÖVP-Geschäftsführung wird neu geregelt.

APA/Roland Schlager

Der Wieselburger Stefan Steiner, seit Juni des Vorjahres gemeinsam mit der jetzigen Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger ÖVP-Generalsekretär, wird wieder strategischer Berater von Kanzler Kurz. Neuer ÖVP-Generalsekretär wird ab 25. Jänner der 45-jährige Wiener Karl Nehammer.

„Ich will wieder mehr Zeit für meine Familie haben. Das geht als Generalsekretär nicht. Da musst du sieben Tage die Woche unterwegs sein“, begründet der 39-jährige, dreifache Familienvater Stefan Steiner gegenüber der NÖN diesen Schritt. Außerdem müsse er ohnehin nicht unbedingt in der ersten Reihe stehen.

Steiner wird künftig wieder direkt für den Kanzler arbeiten. „Ich werde strategischer Berater von Sebastian Kurz und vor allem im Hintergrund tätig sein. Dass passt derzeit sehr gut für mich. Denn damit kann ich auch mehr wieder mehr Zeit mit meiner Frau und meinen Kindern verbringe und werde auch wieder öfter in Wieselburg unterwegs sein“, verrät Steiner der NÖN mit einem Lächeln im Rahmen der Wahlwebeveranstaltung „Musik und Politik“ von Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf am Freitagabend im Wieselburger Brauhaus.

Seit 2003 ist Steiner in der Volkspartei beschäftigt. Zuerst in Niederösterreich, dann im Kabinett der Inneniminister Platter und Fekter, ehe er 2008 Leiter der politischen Abteilung der ÖVP wurde. Seite April 2011 ist der Jurist, der acht Jahre mit seinen Eltern in Istanbul verbrachte und dort auch maturierte, für Sebastian Kurz tätig. Zunächst als Kabinettschef von Kurz im Integrationsministerium. 2013 übersiedelte Steiner gemeinsam mit Kurz ins Außenministerium, schließlich wechselte er am 11. Juni 2017 in die Bundes-ÖVP und wurde neben Elisabeth Köstinger ÖVP-Generalsekretär. Stefan Steiner war dabei immer der Stratege hinter Sebastian Kurz – von der Kür von Kurz zum Parteichef, über das Wahlprogramm und bis hin zur Kanzlerschaft. Sebastian Kurz vertraut ihm blind, heißt es. So auch bei den Koalitionsverhandlungen, wo Steiner Mitglieder der Steuerungsgruppe war.