Knapp 100 Corona-Fälle bei ZKW

Erstellt am 02. Februar 2022 | 14:02
Lesezeit: 3 Min
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Am ZKW Standort Wieselburg gibt es aktuell 98 positive Corona-Fälle unter den knapp 3.000 Mitarbeitern.
Foto: ZKW Group
Die Omikron-Welle spürt auch der größte Arbeitgeber der Region deutlich. In der ZKW-Konzernzentrale in Wieselburg sind aktuell knapp 100 Personen Corona positiv. In Zusammenhang mit Absonderungsbescheiden sorgt Omikron bei dem Unternehmen, das in Wieselburg knapp 3.000 Mitarbeiter beschäftigt, immer wieder zu großen Ausfällen an Personal. "Davon ist auch die Produktion betroffen. Wir sind in der täglichen Organisation enorm gefordert, die Produktion mit reduziertem Personal aufrecht zu erhalten, um unsere Kunden fristgerecht beliefern zu können", erklärt ZKW-Standortleiter Stefan Hauptmann.
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In Niederösterreich ist am Mittwoch mit 6.200 Corona-Neuinfektionen ein Höchstwert erreicht worden. Am vergangenen Donnerstag waren es 6.147 gewesen.

252 Covid-Patientinnen und Patienten wurden laut Behördenangaben in Kliniken im Bundesland behandelt. Das waren um vier weniger als am Vortag. 26 Menschen (plus eins) befanden sich auf Intensivstationen. Binnen 24 Stunden gab es vier weitere Todesfälle.

Der größte "Cluster" sei laut Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) weiterhin eine Produktionsfirma im Bezirk Scheibbs mit aktuell 98 Fällen (minus zwei gegenüber dem Vortag).

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ZKW Standortleiter Stefan Hauptmann.
Foto: ZKW Group

Auf NÖN-Nachfrage bei ZKW bestätigte Standortleiter Stefan Hauptmann diese Zahl. Aber man dürfe weiterhin nicht wirklich von einem Corona-Cluster sprechen. Denn: "Der Hauptanteil der Ansteckungen bei ZKW kommt weiterhin aus dem privaten Bereich. Im Betrieb verzeichnen wir derzeit rund 100 Fälle – auch zusammenhängende Fälle. Diese Anzahl stagniert nun seit fünf Tagen auf dem gleichen Niveau - es fallen Coronafälle weg und kommen neue hinzu", erklärt Stefan Hauptmann.

ZKW hat als Reaktion auf die Omikron-Welle die Sicherheitsmaßnahmen noch weiter verschärft. "Es gilt aktuell eine allgemeine FFP2-Maskenpflicht am gesamten Werksgelände - insbesonders auch an jedem Arbeitsplatz", sagt Hauptmann.

Neuer Höchstwert bei Inzidenz

Insgesamt hält der Bezirk Scheibbs am Mittwoch laut Dashboard der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 2.790,7 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Das ist nach den Bezirken  Melk (2.970,1) und Amstetten (2.964,2) der dritthöchste Wert in Niederösterreich und neuer Höchststand für den Scheibbser Bezirk. In absoluten Fällen bedeutet dies 1.160 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tagen. 

Bei der Impfquote bleibt der Scheibbser Bezirk mit 61,99 Prozent Bevölkerungsanteil mit aktivem Impfzertifikat das Schlusslicht unter Niederösterreichs Bezirken. Der Landesschnitt liegt hier bei 70,623 Prozent. Eine kleine "Erfolgsmeldung" gibt es aber: Seit dieser Woche ist keine Gemeinde im Bezirk mehr unter der 50-Prozent-Quote. Auch  Gresten-Land hat diese mit 50,50 Prozent knapp übersprungen.

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