Göstlingerin Heidi Sykora bewegt nun auch im TV. Die Göstlinger Sportwissenschaftlerin Heidi Sykora steht aktuell für „Fit Aktiv für Junggebliebene“ im Kameralicht.

Von Claudia Christ. Erstellt am 11. Februar 2021 (05:43)
Die Sportwissenschaftlerin aus Göstling, Heidi Sykora, hält aktuell im ORF Sport+-Fitness-Magazin Junggebliebene während des Lockdowns fit.
ORF/Screenshot

Sport und Heidi Sykora, das gehört einfach zusammen. Seit fast 30 Jahren steht die Göstlingerin regelmäßig vor Turngruppen und sorgt somit für mehr Bewegung und Fitness.

Mit Corona hat sich auch für die ausgebildete Sportwissenschaftlerin eine lange Zwangspause ergeben. In ihrer eigenen Bewegungspraxis in Ybbsitz steht zur Zeit alles still, Kurse können nicht stattfinden.

„Eine so lange Pause wie jetzt hatte ich noch nie. Üblicherweise bekommt man von einer Gruppe auch sehr viel zurück. Menschen, die sich gerne bewegen, strahlen viel Freude und Dankbarkeit aus, das motiviert auch mich und hat mir in den schwierigsten Phasen meines Lebens stets geholfen“, sagt Sykora, die ihre Kursteilnehmer sehr vermisst.

„Für mich ist das eine ganz neue Erfahrung. Die Arbeit vor der Kamera mit einer sehr kleinen Gruppe kompensiert die fehlenden Kurse ein wenig.“ Heidi Sykora

Doch seit drei Wochen gibt es für die Fitnessexpertin eine neue, interessante Aufgabe im Fernsehen. Täglich um 8 Uhr Früh turnt sie gemeinsam mit prominenten Gästen im Magazin „Fit Aktiv für Junggebliebenen“ in ORF Sport+. „Für mich ist das eine ganz neue Erfahrung. Die Arbeit vor der Kamera mit einer sehr kleinen Gruppe kompensiert die fehlenden Kurse ein wenig. Ich stelle mir vor, wie viele Menschen zu Hause vor dem Bildschirm mit mir turnen. Das ist eine besonders schöne Motivation, da das Bewegungsangebot für ältere Menschen zur Zeit nicht besonders groß ist.“

Die Dreharbeiten zur Sendung finden im Stadttheater Berndorf statt. „Wir haben letzten Freitag die nächsten sieben Folgen gedreht. Der Drehtag an sich ist sehr anstrengend aber ich habe ein tolles Team um mich“, sagt Sykora.

Der „neue“ Arbeitstag für die zweifache Mutter beginnt mit einer Covid-Testung, dann geht es ab in die Maske. Nach einer kurzen Besprechung des Sendungsablaufes heißt es: „Kamera läuft!“

Geturnt wird immer zu dritt. „Anders als bei einer Stunde in der Gruppe, ist im Fernsehen wichtig, die Übungen so exakt wie möglich zu erklären, denn die Möglichkeit der Korrektur fällt im Studio natürlich weg“. Andererseits gibt es natürlich mehr technische Möglichkeiten, wie die Zoomeinstellungen, dadurch können gewisse Dinge herausgestrichen, und durch den bewussten Einsatz von Musik, Stimmungen erzeugt werden.

Bei der Auswahl der Übungen achtet die Fitnessexpertin darauf, dass diese für die ältere Generation geeignet sind. So werden Sprünge vermieden. „Stattdessen fokussiere ich mich darauf, Bewegungen zu machen, die den Körper aufrichten und stützen, um der gebeugten Haltung entgegenzuwirken.“

Viele eingebaute Dehnelemente beugen vor, um der drohenden Bewegungseinschränkung im Alter zu begegnen. Rumpftraining ist ein großes Thema im Kampf gegen Wirbelsäulenprobleme, aber auch Koordinations- und Gleichgewichtstraining sollen im Sinne von Sturzprophylaxe nicht zu kurz kommen.

„Ich setze viele Kräftigungsübungen ein, wichtig bei Prophylaxe und Therapie von Arthrose, und versuche, auch Alternativen zu erwähnen, wenn eine Übung einmal nicht so klappen sollte. Am Allerwichtigsten ist mir aber, dass das Programm abwechslungsreich und unterhaltsam ist, denn nur so bringt man Menschen dazu, sich dauerhaft zu bewegen“, betont Sykora, die auch abseits des Kameralichtes die Unterhaltung mit den ehemaligen Profisportlern genießt: „Das sind ja auch Idole meiner Kindheit, und ich stelle fest, dass Sport den Menschen bis ins hohe Alter sehr positiv prägt.“

In den ersten Folgen waren unter anderem „Mister Volleyball“ Peter Kleinmann und die ehemalige Eiskunstläuferin und ORF-Moderatorin Ingrid Wendl ihre Mitturner.

Nach einem anstrengenden Drehtag mit sieben Folgen sind nicht nur die Mitturner geschafft, sondern auch die Göstlingerin selbst: „Ich muss gestehen, dass ich danach selbst einen Muskelkater gehabt habe“, verrät sie. Und das, obwohl Sport und Bewegung in der Natur zu ihrem täglichen Lebenselixier zählt: „Für mich gibt es kein schlechtes Wetter, ich bewege mich täglich und das am Liebsten in der freien Natur. Dabei wechsle ich im Winter zwischen Tourenski, Alpinski, Langlaufski und manchmal stapfe ich auch einfach gerne durch den tiefen Schnee.“

Seit Sendebeginn landen täglich zahlreiche Mails von Menschen, die sich jeden Tag auf die Sendung freuen, in Sykoras Posteingang. Und auch in ihrem Heimatort Göstling gibt es viel positives Feedback. „Beim Spazierengehen werde ich sehr oft mit einem Lächeln begrüßt und auf die Sendung angesprochen.“

Pläne für weitere Kurse in der Region gibt es bereits, natürlich erst dann, wenn diese auch erlaubt sind. Bis dahin gibt es neben der ORF-Sendung auch noch die Möglichkeit, sich mit Sykora online jeden Mittwoch von 10 bis 11 Uhr im Rahmen des SenAktiv-Projektes mit rund 70 Senioren fit zu halten. Nähere Infos auf der SenAktiv Homepage.