Eine „Auszeichnung“ für das Scheibbser Landesklinikum. Palliative Care-Abteilung ist ab sofort anerkannte Spezialisierungsstätte für die Zusatzausbildung in der Palliativmedizin.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. April 2021 (06:07)
Palliativexpertin Oberärztin Birgit Kum-Taucher (rechts) mit Veronika Gmeiner, der ersten Ärztin, die für die Spezialisierung in Palliativmedizin am Landesklinikum Scheibbs ausgebildet wird. Foto: Landesklinikum
Landesklinikum Scheibbs

Die Palliative Care am Landesklinikum Scheibbs übernimmt seit jeher in Niederösterreich eine Vorreiterposition in der Palliativmedizin. Nun wurde die Abteilung als Spezialisierungsstätte für die Zusatzausbildung für Ärzte in der Palliativmedizin anerkannt. Um als Spezialisierungsstätte anerkannt zu werden, müssen Kriterien in Hinblick auf die Ausstattung der Abteilung sowie Patienten- und Leistungskennzahlen erfüllt werden. Weiters ist ein strukturiertes Ausbildungskonzept für die Vermittlung der Spezialisierungsinhalte vorzulegen.

„Wir freuen uns über die Anerkennung als Spezialisierungsstätte. Dies ist nicht nur ein Qualitätsmerkmal unserer Station, sondern vor allem auch ein weiterer Meilenstein in der Palliativgeschichte. Mit Doktor Veronika Gmeiner, die auch über eine abgeschlossene Facharztausbildung für Innere Medizin verfügt, haben wir nun die erste Ärztin, die demnächst an unserer Abteilung die Spezialisierung für Palliativmedizin abschließen wird. Im Herbst werden wir dann die Ausbildungsstelle wieder neu besetzen“, berichtet Oberärztin Birgit Kum-Taucher, die Ausbildungsverantwortliche und Expertin für Palliativmedizin in Scheibbs.

„Mit der Spezialisierungsstätte auf der Palliative Care wird nicht nur der Klinik-Standort Scheibbs gestärkt, sondern auch ein Grundstein für den weiteren Ausbau der Palliativversorgung in Niederösterreich gesetzt“, ist LH-Stellvertrter Stephan Pernkopf stolz auf das Engagement im Landesklinikum Scheibbs.

Seit etwa drei Jahren wird in Österreich die Palliativmedizin als Spezialisierung anerkannt. Diese umfasst die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung sowie die Beherrschung von Schmerzen und psychischen, sozialen oder spirituellen Problemen.