Scheibbs: Kein Nachfolger für Hautärztin in Sicht

Mit Eva Mühlbacher geht Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Scheibbs mit 1. Juli in Pension. Nachfolger gibt es keinen – trotz großem Einzugsgebiet.

Christian Eplinger
Christian Eplinger Erstellt am 30. Juni 2021 | 19:03
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Vizebürgermeister Martin Luger (links) und Bürgermeister Franz Aigner bedankten sich bei Fachärztin Eva Mühlbacher und wünschten ihr für den neuen Lebensabschnitt alles Gute.
Foto: Gemeinde, Gemeinde

Seit 28 Jahren ist Eva Mühlbacher als Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Scheibbs tätig. 28 Jahre, in denen sie sich eine gut gehende Kassen-Facharztpraxis aufgebaut hat. Mehr als 30.000 Patienten hat sie in ihrer Computerdatei gelistet.

Das Einzugsgebiet reicht von Mariazell bis Yspertal, von Ardagger bis Kilb. Und dennoch, wenn die 62-Jährige mit 30. Juni ihre Facharztpraxis in der Rathausgasse 3 schließt, wird sie vorerst unbesetzt bleiben.

Nachbesetzung schwierig

Mittlerweile ist die Kassenstelle mehrmals ausgeschrieben worden – erfolglos. Und das, obwohl die Praxis sofort samt Einrichtung und ohne Ablöse übernommen werden könnte. „Alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck an einer Nachbesetzung, denn der Bedarf an Dermatologen mit Kassenvertrag in der Region wäre groß“, sagt der Scheibbser Bürgermeister Franz Aigner.

Doch momentan tritt die Stadtgemeinde bei dieser Nachbesetzung genauso erfolglos am Stand wie bei den beiden offenen Kassenstellen für Allgemeinmediziner. Nachdem Paul Kupelwieser mit 31. Dezember und Karl Exinger mit 31. März in Pension gegangen sind, fehlen aktuell zwei praktische Ärzte in der Bezirkshauptstadt.

Keine fixen Bewerbungen

„Es gibt immer wieder mal Anfragen aber noch keine fixe Bewerbung“, heißt es seitens der Ärztekammer NÖ auf Anfrage der NÖN. Etwas optimistischer ist Bürgermeister Franz Aigner, der für Mitte Juli ein Vorstellungsgespräch mit einem praktischen Arzt hat. „Wir bemühen uns redlich, die freien Kassenstellen zu besetzen. Kein leichtes Unterfangen, wie wir alle wissen“, sagt Aigner.