Bezirk Scheibbs: SPÖ fordert bessere Kinderbetreuung

Erstellt am 17. Februar 2022 | 06:39
Lesezeit: 2 Min
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Rudolf Winter (Reinsberg), Barbara Pflügl (Purgstall) und Bezirksvorsitzender Andreas Danner (Lunz, von links) präsentierten das SPÖ-Kinderprogramm.
Foto: SPÖ/Wurm
Die SPÖ Bezirk Scheibbs macht sich für bessere Kinderbetreuung stark. 3G-Prinzip: ganztägig, ganzjährig, gratis.
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Laut Elternbefragung der AKNÖ geben 17 Prozent der Eltern im Bezirk Scheibbs an, ungedeckten Bedarf an Kleinkinderbetreuung zu haben. Die Betreuungsquote der Unter-3-Jährigen lag im Jahr 2020 im Bezirk Scheibbs bei rund 20 Prozent. Ein Wert, der auch im NÖ-Vergleich unterdurchschnittlich ist und bei Weitem nicht an die EU-Zielvorgabe von 33 Prozent herankommt.

„Auch nur ein Prozent der Kindergärten im Bezirk Scheibbs erfüllt die Kriterien im Vereinbarkeitsindex von Familie und Beruf der Arbeiterkammer“, merkt SPÖ-Bezirksvorsitzender Andreas Danner an. Handlungsbedarf sieht die SPÖ auch beim Anteil der Kinder, die im Kindergarten Mittagessen einnehmen. Hier liegt der Scheibbser Bezirk mit 15 Prozent ebenfalls deutlich unter dem NÖ-Schnitt.

Dabei werde die Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer wichtiger. „Vier von fünf Müttern, deren Kinder eine Kleinkinderbetreuungseinrichtung besuchen, sind berufstätig. Bei Kindergartenkindern sind es zwei von drei Müttern in Niederösterreich. Tendenz steigend“, weiß Danner und steht daher voll hinter dem jüngst präsentierten Kinderprogramm der SPÖ Niederösterreich.

In einem Zwei-Stufen-Modell sollen ab dem Kindergartenjahr 2023/24 Kinder ab zwei Jahren in den Landeskindergarten gehen können (aktuell zweieinhalb Jahre). Dazu soll es kostenlose Nachmittagsbetreuung geben. Maximal 25 Schließtage pro Jahr und eine Mindestöffnungszeit von 45 Wochenstunden sind für Kindergärten in dem Programm der SPÖ vorgesehen.

2025/26 sollen dann die Kleinkinderbetreuungsangebote weiter ausgebaut werden. Die Kosten von rund 180 Millionen Euro pro Jahr soll über eine Bund-Ländervereinbarung und aus den Verkäufen der Wohnbaudarlehen gedeckt werden.

„Unser großes Vorbild ist die Stadtgemeinde Wieselburg. Unser Ziel als Bezirkspartei ist es, die Kinderbetreuungsdiskussion in allen Gemeinden des Bezirks zu thematisieren und eine bestmögliche Ausgangssituation für die Familien zu schaffen“, sagt Danner. -ce-

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