Jäger löste Cobra-Einsatz in Scheibbs aus. Ein 49-jähriger Scheibbser Jäger, der im Stadtgebiet auf Krähen schoss, löste am Dienstagvormittag in Scheibbs einen Polizeieinsatz aus.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 26. Januar 2021 (16:16)
Symbolbild
APA/ROLAND SCHLAGER

Gegen 9.13 Uhr ging bei der Polizeiinspektion Scheibbs ein Anruf ein. Ein Mann hätte mit einer Langwaffe in Saffen mehrere Schüsse abgegeben. "Wir haben sofort einen Großeinsatz gestartet, weil wir die tatsächliche Lage ja nicht kannten", erklärte Bezirkspolizeikommandant Thomas Heinreichsberger auf NÖN-Nachfrage.

Vor Ort klärten vier Streifen aus dem Bezirk Scheibbs die Sachlage ab und konnten der bereits alarmierten und vor Ort befindlichen Einsatzeinheit Cobra sowie avisierten Kräften aus den Nachbarbezirken Entwarnung rasch geben. 

Ein 49-jähriger Jäger aus Scheibbs, der eine aufrechte Jagdkarte besitzt, hatte mit seinem Schrotgewehr zwei Schüsse auf Krähen abgefeuert und den Großeinsatz ausgelöst. Die Erhebungen, ob die Schussabgabe in Saffen ohne Gefährdung Unbeteiligter - im verbauten Gebiet ist Jagd grundsätzlich verboten - möglich war, sind im Laufen. 

Bei dem Einsatz war auch das Rote Kreuz in Alarmbereitschaft. "Nach der Erst-Information haben wir den Einsatz als Sonderlage eingestuft, bei der die Sicherheit der Mitarbeiter höchste Priorität hat. Die Rotkreuz-Mannschaft ist darauf entsprechend geschult und sensibilisiert. Unsere Einsatzkräfte - Bezirkseinsatzleiter, Notarzt-Team und Rettungsteam - sind daher nicht direkt zum Einsatzort gefahren, sondern haben sich in einem Bereitstellungsraum gesammelt und auf den Einsatzbefehl von der Polizei gewartet. Der blieb zum Glück aus. Dennoch zeigte dieser Fall einmal mehr, wie wichtig ein gutes Zusammenspiel und ein koordiniertes Vorgehen der Einsatzkräfte ist", erklärte RK-Pressesprecher Lukas Hürner der NÖN.