Brückenbau-Projekt in Heuberg: Welches Modell gewinnt?. Die Stadtgemeinde Scheibbs und das BRZ leisteten beim Brückenbau-Projekt in Heuberg gemeinsam Pionierarbeit bei der Verbindung von Virtual Reality (VR) und der Blockchain-gesicherten E-Partizipations-Lösung BRZ eDem. Am Mittwoch, 8. Jänner, erfolgt um 19 Uhr im Rathaus die öffentliche Präsentation des Abstimmungsergebnisses.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 07. Januar 2020 (17:00)
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Sind gespannt auf das Ergebnis der Abstimmung: Gemeinde-Admin Franz Muthentaler, Bürgermeister Franz Aigner und Stadtamtsdirektor Gerhard Nenning.
Stadtgemeinde Scheibbs

Wie soll Scheibbs in Zukunft aussehen? Diese Frage stellte sich Bürgermeister Franz Aigner beim Bau der neuen Heubergbrücke über die Erlauf. Das die Brücke gebaut wird, ist beschlossen aber welches Brückenmodell tatsächlich umgesetzt wird, sollten die  Bürger von Scheibbs mitbestimmen. Bei der Durchführung dieser Umfrage ging der Bürgermeister neue Wege. Unterstützt wurde er dabei von den Expertinnen und Experten des Bundesrechenzentrums und ihrer E-Partizipations-Lösung BRZ eDem.

In einem österreichweit einzigartigen Innovationsprojekt kooperieren die Stadt Scheibbs und das Bundesrechenzentrum bei der Bürgerbeteiligung rund um das Design der neuen Brücke über die Erlauf. Drei ausgewählte Entwürfe standen zwischen 9. und 20. Dezember 2019 zur Abstimmung und konnten mit Hilfe einer Virtual Reality (VR) Brille im Scheibbser Rathaus besichtigt werden. Innerhalb der 3D-Umgebung konnte der Bürger direkt das favorisierte Modell auswählen und noch während der virtuellen Begehung einen elektronischen Abstimmungsvorgang starten.  

Die Stimmabgabe war nur für Bewohner der Stadt Scheibbs möglich, da diese vor Start der Abstimmungsphase einen „Token“, also eine einmal verwendbare elektronische Stimmkarte erhalten haben. Abstimmen konnte man direkt im Rathaus oder übers Internet.  

Bürgermeister Franz Aigner: „Die Abstimmung ist in jeden Fall sehr erfolgreich verlaufen und wurde von der Scheibbser Bevölkerung sehr gut und äußerst interessiert aufgenommen. An die 1.000  Bürger haben davon Gebrauch gemacht. Mithilfe des BRZ wurden 4.503 Briefe an die Scheibbser versendet. Stimmberechtigt waren alle in Scheibbs gemeldeten Personen ab dem Alter von 10 Jahren, was sicher besonders ist, aber wir haben uns gesagt, dass auch die jungen Einwohner von Scheibbs über die Gestaltung ihrer Stadt mitbestimmen sollen. Ein großer Mehrwert für die Stadt ist auch, dass das verwendete Abstimmungstool in unserem Besitz bleibt und wir weiter nutzen können. Das erlaubt uns in Zukunft weitere Abstimmungen zu den verschiedensten Themen durch zu führen.“

Das Ergebnis der Abstimmung wird am Mittwoch, 8. Jänner, um 19 Uhr im Rathaus Scheibbs im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Auch alle Scheibbser Bürger sowie Interessierte Personen sind herzlich dazu eingeladen.