Die Jury war weit weg. Der Jugend-Musikwettbewerb "prima la muscia" wurde heuer online abgehalten. Die Schüler aus den Musikschulen des Scheibbser Bezirks schlugen sich dennoch hervorragend.

Von Karin Katona. Erstellt am 16. März 2021 (13:24)

Auf der Bühne stehen, aufgeregt, aber stolz das lang Geübte vortragen – der jährliche Jugend-Musikwettbewerb Prima la musica ist für die jungen Teilnehmer, ihre mitfiebernden Eltern und Lehrer stets ein besonderes Erlebnis.

In Zeiten der Pandemie musste die Live-Atmosphäre ausfallen, der Bewerb wurde online ausgetragen. Die Musikschulen bemühten sich dennoch, ihren Schülern ein Gefühl des Auf-der-Bühne-Stehens zu vermitteln. Irene Kraus, die Leiterin der Johann Heinrich Schmelzer Musikschule Scheibbs, schildert den Ablauf des Wettbewerbs: „Wir hatten für die Kinder eine Bühne aufgebaut. Alles lief nach einem genau ausgetüftelten Plan, denn die Kinder durften sich nicht begegnen. Es hat aber alles wie am Schnürchen geklappt, die Kinder waren voller Motivation.“

Die Musikschule Erlauftal hat die Aufnahme der Wettbewerbs-Beiträge gemeinsam mit der Musikschule Ybbsfeld organisiert. Schulleiter Anton Sauprügl lobt den perfekten Ablauf vonseiten der Veranstalter: „Es war ein gut durchorganisierter und fairer Wettbewerb. Es ist für die Juroren auch nicht leicht, wenn man so weit weg ist.“ Ganz glücklich ist Sauprügl trotzdem nicht: „Einmal ist in Ordnung, aber Musik ohne Publikum ist und bleibt eine Notlösung.“

Gut geklappt haben die Aufnahmen für Prima la musica auch in der Musikschule Wieselburg. „Die Schüler waren ganz locker vor der Kamera, es war wie bei einem Konzert“, sagt Direktor Johannes Distelberger. Mit einer Ausnahme: „Ohne Publikum und Applaus auftreten, ist nur eine halbe Sache.“

Stolz sind alle Musikschulen auf die Leistungen ihrer Kids. Doch nicht nur das: „Obwohl der Bewerb heuer ganz anders abgelaufen ist, waren die Kinder wie immer mit Freude und voller Eifer dabei“, sagt Schulleiter Distelberger.

Musikschule Erlauftal
1. Preis mit Berechtigung zur Teilnahme am Bundeswettbewerb: Philipp Grabner (Tuba, Altersgruppe I), Lehrer Johann Grabner
1. Preis: Andrea Heigl (Klarinette, Altersgruppe I); Anna Metzinger (Klarinette, Altersgruppe II), beide Lehrer Anton Sauprügl
Gold – mit ausgezeichnetem Erfolg: Stefan Kastenberger (Klarinette, Altersgruppe III+), Lehrer Anton Sauprügl
Silber – mit sehr gutem Erfolg: Julian Weißensteiner (Klarinette IV+), Lehrer Anton Sauprügl


 Johann Heinrich Schmelzer Musikschule Scheibbs
1. Preis mit Auszeichnung: Gabriel Stelzeneder (Tenorhorn AG B) Lehrperson/Korrepetition Distelberger/Leinholz, Manuel Wailzer (Posaune AG B), Distelberger
1. Preis: Sophie Jagersberger (Klarinette, AG 4), Stimez/Sato, Roman Teufel (Posaune, AG B), Distelberger/Leinholz, Nicole Wurzer-Koch (Steirische Harmonika AG 2), Fallmann
2. Preis: Simon Gaßner (Steirische Harmonika, AG 1), Potisk, Tamara Jagersberger (Klarinette AG B), Stimez/Leinholz, Johanna Kraml (Tenorhorn AG 1), Distelberger/Leinholz, Lukas Schagerl (Trompete AG 1), Zellhofer/Leinholz, Matthias Stadler (Steirische Harmonika, AG 1), Potisk
3. Preis: Selina Hauß (Querflöte, AG 1), Kraus/Jankot, Raphael Punz (Trompete, AG 2), Zellhofer/Leinholz, Julian Sommer (Steir. Harmonika AG 1), Potisk


Musikschule Ybbsfeld
2. Preis: Raphael Sommer (Tuba AG II), Lehrer Johann Grabner

Musikschule Wieselburg
1. Preis mit Berechtigung zur Teilnahme am Bundeswettbewerb: Leandra Mentil (Flöte, AG I), Klasse Monika Wippl
1. Preis mit Auszeichnung: Alis Radl (Blockflöte AG A), Klasse Maria Dorn
1.Preis: Theo Hehenberger (Trompete AG I), Lehrer Stefan Buxhofer, Fridolin Ziegelwanger (Trompete AG B), Jonas Brandhofer (Trompete, AG 1), Lena Handl (Trompete AG III), alle Lehrer Johannes Distelberger
2. Preis: Daniel Baumgartner (Trompete AG B); Faris Sabanovics (Trompete AG B); Simon Brandl (Trompete AG I); Luise Zirkler (Trompete AG I); Elias Köberl (Trompete AG II); Tobias Wagner (Trompete AG II), alle Lehrer Johannes Distelberger; Josef Pernkopf (Tuba AG II), Taiko Distelberger; Karoline Pernkopf (Trompete AG III), Johannes Distelberger.