Literaturtage: Wenn jedes Wort zählt. Zwei Tage lang hatte das Wort bei den Literaturtagen im Proberaum Scheibbs Gewicht.

Von Claudia Christ. Erstellt am 11. Oktober 2018 (03:43)
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Die Veranstalter der Literaturtage in Scheibbs, Maximilian Zeller, Anna Hengstberger, Katharina Baumgartner und David Arbinger vertreten den Standpunkt: Jeder kann Schreiben.
NOEN

Zu einem wortgewandten Start in den Oktober lud der Proberaum Scheibbs am Wochenende ein. Zwei Tage lang stand die Literatur im Mittelpunkt.

Das Team mit Anna Hengstberger, Katharina Baumgartner, Maximilian Zeller und David Arbinger, allesamt Studenten aus dem Bezirk Scheibbs, lud bereits zum dritten Mal zu diesem literarischen Event. Zum Auftakt war die Theaterinszenierung „Der Prozess“ von Franz Kafka in Englischer Sprache im Schloss Neubruck zu sehen. Performed wurde das Stück von drei ghanischen Schauspielern der Gruppe „MENonBLACK“.

„Bewusst wählen wir jedes Jahr einen anderen Veranstaltungsort, um fast „vergessene“ Räume wieder zu beleben, wie letztes Jahr das ehemalige Gasthaus Traunfellner“, betont Katharina Baumgartner.

Spoken Word Workshop im Proberaum

Das gesprochene Wort stand am Samstag beim Workshop (Spoken Word) im Proberaum Scheibbs im Mittelpunkt. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der „Offenen Bühne“ am Abend präsentiert. „Das Feedback der Teilnehmer war bisher durchwegs positiv. Der offene und experimentelle Charakter der Workshops hat immer viel Spaß gemacht und viele unentdeckte Talente hervorgebracht. Genauso ermöglicht die ungezwungene Atmosphäre der Abendveranstaltungen erste Bühnenerfahrungen in diesem Bereich“, betont Baumgartner.

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Die „Men on Black“ mit den Veranstaltern nach der Vorstellung im Keramiksaal in Neubruck (von links): Anna Hengstberger, Quaye Kojo Benedict aka „Mr.Black“, Katharina Baumgartner, Maximilian Zeller, Benjamin Nii Amu Solomon, Prince Amoabeng, David Arbinger und Melih Celik.
Arbinger

Für die Entstehung der Literaturtage des Proberaums Scheibbs war vor allem die Kooperation mit dem Scheibbser Schriftsteller Thomas Havlik wegweisend. Das Team der Scheibbser Literatur-Tage ließ sich dabei von den bekannten Vortragswettbewerben „Poetry Slams“ inspirieren. Dabei werden selbst geschriebene Texte innerhalb einer bestimmten Zeit einem Publikum vorgetragen. „Diese Begeisterung wollten wir teilen, weshalb wir auch in unserer Region dieses Veranstaltungsformat etablieren wollten. “, erzählt die Organisatorin. Ihrem Team war es auch wichtig, den Wettbewerbscharakter eines „Poetry Slams“ wegzulassen, woraus die offene Bühne entstand. Sie betont: „Wir wollten in diesen zwei Tagen alle ansprechen, die sich für das gesprochene Wort und Literatur in all ihren Facetten interessieren und begeistern.“