„Rapid Recovery“: Erfolgreiche Bilanz am Landesklinikum Scheibbs

Erstellt am 18. Mai 2022 | 14:13
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8356181_erl20sb_rapid_recovery_10_jub_presse1.jpg
Das Team rund um Direktor Erwin Schwaighofer blickt auf zehn erfolgreiche Jahre „Rapid Recovery“ zurück, von links: Doktor Gerhard Winter (Physiotherapie), Primarius Erwin Schwaighofer (Orthopädie und Traumatologie), Diplomgesundheits- und Krankenpflegerin Christa Stöger (Qualitätsmanagement) und DGKP Alfred Kaltenbrunner (Bereichsleitung Pflege).
Foto: LK Scheibbs/Karner
„Rapid Recovery“: Patienten können Krankenhaus schneller wieder verlassen.
Werbung
Anzeige

Seit zehn Jahren wird im Landesklinikum Scheibbs Rapid Recovery – ein Programm zur raschen Wiederherstellung der Mobilität und Selbständigkeit nach Gelenksersatzoperationen erfolgreich praktiziert. „Ich gratuliere dem Team, bestehend aus Orthopäden, Pflegepersonen, Anästhesisten und Physiotherapeuten im Landesklinikum Scheibbs zur erfolgreichen Bilanz ihres Rapid Recovery Systems. Die hier angewendete Methode für die Gelenksersatzprothetik ist bereits über die Landesgrenzen hinaus bekannt und die Abteilung genießt einen hervorragenden Ruf“, gratuliert auch LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf dem Team rund um den Ärztlichen Direktor Erwin Schwaighofer, Leiter der Abteilung für Orthopädie und Traumatologie.

Vor mehr als zehn Jahren führten erstaunliche Erfahrungen von Professor Kehlet aus Kopenhagen bei großen Bauchoperationen und später ähnliche Ergebnisse bei Hüftgelenks ersätzen (Caleb Hustedt) zu einem Umdenken im gesamten Planungs- und Operationsverlauf von großen Gelenken. Die postoperative Spitalsaufenthaltsdauer mit über zwölf Tagen war sehr hoch. Eine große Studie über Blutkonservenverbrauch nach großen Operationen zeigte bei 27 Abteilungen erstaunliche Unterschiede. Es war daher Zeit, den gesamten Prozess zu überdenken, mit allen beteiligten Berufsgruppen zu diskutieren und neu aufzustellen.

Dies führte 2012 zur Einführung des für Scheibbs adaptierten Rapid Recovery Systems. „Rund um die Operation und bei der OP direkt haben wir sehr viele Dinge angepasst. Beispielsweise halten wir den Aufenthalt vor der Operation möglichst kurz. Die Operationsschritte selbst wurden dahingehend abgeändert, dass Patienten bei der alles entscheidenden raschen Mobilisierung so wenig als möglich gehindert sind. Medikamente werden entsprechend angepasst, auf Harnblasenkatheter und Wunddrainagen wird verzichtet. Die lokale Infiltrationsanästhesie dämmt die Wundschmerzen in der postoperativen Frühphase und bei der ersten Mobilisierung ein. Gänzliche Schmerzfreiheit ist allerdings nicht sofort garantiert“, schildert Orthopäde Erwin Schwaighofer, Leiter der Abteilung und Initiator vom Rapid Recovery Programm.

Durch inzwischen unzählige Studien belegt, verbessert sich damit rasch der Gesundheitszustand der Patienten, postoperative Komplikationen werden vermindert. Die Patienten können viel rascher das Krankenhaus wieder verlassen.

Werbung