Wieder ein Kogler als Ortschef. Nach Rücktritt von Petra Jani wurde Dominik Kogler (35) zum neuen Bürgermeister gewählt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 26. November 2019 (05:14)
Bezirkshauptmann Johann Seper (rechts) lobte in der Vorwoche Dominik Kogler als neuen Bürgermeister der Gemeinde Puchenstuben an.
BH

Sein Familienname hat in der kleinsten Gemeinde des Bezirks durchaus Geschichte. Sein Vater Christian Kogler drehte im Jahr 2000 die bis dahin „schwarze“ Gemeinde Puchenstuben in eine „hellrote“ um. „Hellrot“ deshalb, weil es seit 2000 in Puchenstuben eine gemeinsame Kandidatur der SPÖ mit der Liste Unabhängiges Puchenstuben (LUP) gibt. Bis Ende 2016 war Christian Kogler Bürgermeister, dann übergab er sein Amt an Petra Jani. Diese musste aus beruflichen Gründen – sie arbeitet im Hallerhof – das Bürgermeisteramt nun schweren Herzens zurücklegen.

Seit 13. November ist nun Dominik Kogler, Christians ältester Sohn (35), neuer Bürgermeister von Puchenstuben. Er wurde mit acht zu vier Stimmen (bei der SPÖ/LUP fehlte Gemeinderätin Eva Derkits) zum neuen Bürgermeister gewählt. Die ÖVP hatte für diese Wahl ihren Fraktionsobmann Helmut Emsenhuber ins Rennen geschickt.

Auf die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Fraktionen soll und wird das aber auch künftig keinen Einfluss haben, versichern beide Seiten. „In so einer kleinen Gemeinde müssen wir zusammenhalten, sonst bringt man nichts weiter“, betont der neue Ortschef der 300-Einwohner-Gemeinde und will „die gute Arbeit von Petra Jani“ fortsetzen.

Dominik Kogler ist seit 2011 im Puchenstubner Gemeinderat und rückte 2016 in den Gemeindevorstand auf. Seit damals ist er auch SPÖ-Ortsparteiobmann. In dieser Funktion folgte er direkt seinem Vater nach.

Tourismus und Kinder sind Herzensanliegen

Als Hauptprojekte für den Ort sieht er die weitere Sanierung des Wasserleitungsnetzes und der Straßen im Ort sowie die Projektweiterentwicklung am Turmkogel. „Der Tourismus liegt mir natürlich sehr am Herzen. Wir werden am Turmkogel in den nächsten Jahren einiges investieren müssen, damit wir auch künftig ein attraktives Familien-Wintersportgebiet bleiben“, ist Kogler überzeugt. Auch die Erhaltung und der Ausbau des Kindergartens und der Kinderbetreuung sowie die Ernennung der Volksschule Puchenstuben zur Naturparkvolksschule sind dem Familienvater (eine Tochter) ein Anliegen.

Beruflich kann er sich in den nächsten Wochen voll und ganz seiner neuen Aufgabe als Bürgermeister widmen. Denn als Pächter der Ötscherbasis Wienerbruck ist es für den gelernten Restaurantfachmann im Winter etwas ruhiger. Dafür geht es in Wienerbruck ab April/Mai wieder so richtig rund. „Sowohl auf der Gemeinde als auch in der Ötscherbasis braucht es dazu ein gutes Team“, sagt Kogler.

Im Gemeinderatsteam von Kogler ist seit der jüngsten Sitzung auch sein 29-jähriger Bruder Severin. Er rückte statt Jani im Gemeinderat nach. Im Gemeindevorstand übernahm Karl Hofegger Koglers Sitz

Mit Koglers Wahl sind auch für die Gemeinderatswahlen 2020 die Weichen gestellt. Dominik Kogler wird die Liste SPÖ/LUP anführen. Vizebürgermeister Ewald Aigner (50) folgt als Listenzweiter, dahinter folgen dann mit Wolfgang Steindl senior und Eva Derkits die erste LUP-Kandidaten.