5.000 freiwillige Arbeitsstunden für Kirchenrenovierung. Auf der Baustelle wurden bereits 5.000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. Einweihung am ersten Adventsonntag ist fix.

Von Karin Katona. Erstellt am 26. September 2019 (04:23)
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Werkten vergangene Woche freiwillig bei der Kirchenrenovierung: Andreas Henikl, Hans Tiefenbacher, August Wagner (vorne, von links), Hans Rafetzeder, Max Scheinhart, Franz Erber und Hannes Krickl (hinten, von links).
Karin Katona

Den ganzen Tag auf Knien in der Kirche verbrachte in der vergangenen Woche eine Gruppe von insgesamt 20 Purgstallern unter der Leitung von Andreas Henikl, Hans Tiefenbacher und Max Scheinhart. Allerdings nicht, um zu beten oder Buße zu tun, sondern um die Steinplatten des neuen Bodens der Pfarrkirche zu verlegen.

„Es ist unglaublich, was unsere Freiwilligen hier zustande bringen“, erklärt Pfarrer Franz Kronister stolz. Weit über 5.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden seien bei der Kirchenrenovierung bereits geleistet worden: „Wir haben jeden Tag zwischen 15 und 20 Leute auf der Baustelle, die Hälfte davon Freiwillige.“ Auch hinter den Kulissen werken Ehrenamtliche: 12 Frauen sorgen, jeweils in Zweier-Teams, unter der Leitung von Pfarr-Haushälterin Rosemarie Pieber, für die Verpflegung der Arbeiter. Auf freiwilliger Basis geschieht auch die Arbeit des fünfköpfigen Haupt-Organisationsteams, das sich einmal pro Woche zu einer großen Besprechung trifft.

„Eine Dame ist mit dem Rollator auf die Baustelle gekommen und hat uns zehn Euro aus ihrer Geldbörse gegeben.“Pfarrer Franz Kronister

Bei Pfarrer Franz Kronister laufen alle Fäden zusammen: „Ich habe für jeden Tag einen Plan: Wie viele Arbeiter werden auf der Baustelle für welche Tätigkeiten gebraucht? Welche Freiwilligen werden welcher Firma zugeteilt? Wie viele Mittagessen und Jausen brauchen wir?“ Das heurige Erntedankfest möchte der Seelsorger zum Anlass nehmen, den Spendern und Freiwilligen zu danken – und ein letztes Mal zum Spenden aufzurufen: „Ich weiß, manche stöhnen schon unter den vielen Bitten um Spenden. Die Erntedank-Sammlung ist der letzte große Spendenaufruf für die Kirchenrenovierung in diesem Jahr. Ich sage jetzt schon allen ein herzliches Vergelt‘s Gott!“

Zum Thema Spenden hat Pfarrer Kronister schon einige Anekdoten zu erzählen: „Eine ältere Dame ist mit dem Rollator gekommen und hat uns zehn Euro aus ihrer Geldbörse gegeben. Eine slowakische 24-Stunden-Pflegerin hat Würste und Käse aus ihrer Heimat mitgebracht. Ein aus der Kirche ausgetretener Mann hat die Baustelle besichtigt und mir ein Kuvert mit 500 Euro gegeben.“ Andere Spender bleiben lieber anonym. „Ich war unterwegs, als ich den Anruf einer Frau bekam. Sie hat nur gesagt, ich bin‘s, du weißt schon, wer. Ich habe Brot für euch“, schildert Pfarrer Franz Kronister. „Ich habe sie gebeten, das Brot in die Pfarrheimküche zu legen. Wer sie war, weiß ich aber bis heute nicht.“