NÖ Frühjahrsputz 2021: „Rama dama“ nur privat. Gemeinden und Sammelstellen halten Ausrüstung für Müllsammler bereit.

Von Karin Katona. Erstellt am 19. März 2021 (04:35)
Wer schnell kommt, ergattert bei Johann Wurzenberger im GVU-Abfallsammelzentrum noch einen gratis Müllgreifer zum Abfall-Sammeln. Die gibt es nämlich nur in begrenzter Anzahl. Foto: Karin Katona
Karin Katona

Die Natur an Straßen, Wegen und Flussufern von Müll befreien, ist seit 15 Jahren das Ziel der alljährlichen Aktion „NÖ Frühjahrsputz 2021“.

Im vergangenen Jahr ist die Aktion durch den ersten Corona-Lockdown ausgefallen, heuer wird sie in veränderter, Corona-gerechter, Form weitergeführt. Gesammelt wird heuer in Klein- und Familiengruppen.

„Viele Gemeinden führen Aktionen durch und halten Ausrüstung zum Müllsammeln – Sammelsäcke, Handschuhe, Warnwesten für Kinder und Erwachsene – bereit und koordinieren auch die Sammelrouten“, erklärt Johann Wurzenberger vom Gemeindeverband für Umweltschutz Bezirk Scheibbs. „Die Ausrüstung ist aber auch bei uns im Abfallsammelzentrum in Purgstall erhältlich. Auf unserer Homepage kann man sich anmelden und nach der Sammlung einen Bericht senden.“

Die Kosten der Entsorgung trägt der GVU. Auf www.facebook.com/umweltverbaende.at können Müllsammler ihre Fotos und Erlebnisse hochladen. Auch die NÖN veröffentlicht die Fotos beimn Müllsammeln und kurze Beschreibungen der Fotos (Mail an redaktion.erlauftal@noen.at).

GVU-Geschäftsführer Wurzenberger gibt auch einen Tipp, wo der meiste Müll zu finden ist: „An den Rändern der Straßen, wo der Müll aus den Autos geworfen wird, liegt das meiste. Leider scheinen da die Menschen unverbesserlich zu sein.“

Besser stehe es mit den Wanderwegen: „Obwohl seit einem Jahr viel mehr Wanderer unterwegs sind als sonst, herrscht hier doch ein besseres Umweltbewusstsein als noch vor ein paar Jahren“, stellt Wurzenberger zufrieden fest.

Dass seit dem ersten Corona-Lockdown im Abfallsammelzentrum noch mehr Betrieb herrscht als zuvor, kann der GVU-Chef ebenfalls bestätigen. „Durch das Zunehmen des Versandhandels kommt mehr Plastik und Karton rein“, weiß Wurzenberger. Am größten sei jedoch die Steigerung bei Sperrmüll und Bauschutt: „Die Leute haben jetzt eben mehr Zeit zum Entrümpeln und Renovieren.“