Weihnachtsbrauch: 25 Kandidaten auf „Nikolaus-Akademie“. Peter Haslwanter aus Purgstall ist der „Nikolaus-Trainer“ der Diözese St. Pölten: „Nikolaus ist aktueller denn je“.

Von Karin Katona. Erstellt am 27. November 2017 (08:34)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7107066_erl48pgs_nikolause_3.jpg
Der Purgstaller Peter Haslwanter (stehend) gab 25 Nikolaus-Darstellern das Know-How: „Nachfrage ist unverändert groß“.
NOEN, Wolfgang Zarl

„Dem Nikolaus geht es um die Nächsten- und Gottesliebe. Er ist ein Vorbild für das Menschliche.“ Diesen Grundsatz gab der Purgstaller Peter Haslwanter bei der diesjährigen diözesanen Nikolaus-Schulung der Diözese St. Pölten den 25 Darstellern mit auf den Weg. „Der Nikolaus erinnert auch heute daran, auf Kinder in Not zu schauen. Beim Nikolaus geht es auch um die Frage, wie man anderen helfen kann. Jesus sind die Kinder immer ein Herzensanliegen gewesen.“

Der Nikolaus, betonten Peter Haslwanter und seine Kollegin Constanze Schilling von der Katholischen Jungschar, solle keine Moralpredigt halten: „Auch das Buch mit den schlechten und guten Taten der Kinder gehört der Vergangenheit an.“ Die Zweifel, der Nikolaus sei nicht mehr zeitgemäß, kann Haslwanter nicht bestätigen: „Die Nachfrage ist unverändert groß. Der Nikolaus steht für vieles, was heute wichtiger ist als je zuvor: Teilen, Hilfe, Mitgefühl.“

In der Vielfalt der Kulturen und der Lebensstile der heutigen Zeit sei die Botschaft des Nikolaus ein christliches Glaubenszeichen dafür, was Christen wichtig sei: „Positive Bräuche wie dieser bieten gute Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen. Es wäre schade, das nur ins Private zu schieben.“