E-Camping auf dem Vormarsch

Erstellt am 04. Juni 2022 | 07:21
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8371343_erl22pgs_camping_3.jpg
„Wichtig ist, immer den richtigen Adapter zur Hand zu haben“, rät Camping-Tester Michael Szemes aus Erfahrung. Im Aktivcamp bei Karl Heinz Kaiser konnte er vergangene Woche zweifach auftanken: Strom fürs Auto und herrliche Ruhe auf dem idyllischen Platz.
Foto: Karin Katona
Michael Szemes testete Campingplätze auf E-Tauglichkeit und besuchte Aktivcamp.
Werbung
Anzeige

Rund 2.000 Kilometer durch sechs Bundesländer legte Michael Szemes vom Österreichischen Campingclub mit einem E-Auto samt Camping-Anhänger zurück.

„Die Idee dahinter war, Campingplätze auf ihre Tauglichkeit für Camping mit dem E-Auto abzuchecken“, erzählt der junge Wiener. Sein Fazit: „E-Camping ist kein Trend der Zukunft. Es hat bereits begonnen. Die Campingplatz-Betreiber rüsten um. Dazu braucht es natürlich noch Erfahrungswerte, die sich erst nach und nach herausstellen. Aber die Plätze, die ich besucht habe, waren gut gerüstet.“ So auch das Aktivcamp Purgstall, der vorletzte Stopp auf der E-Camping-Tour.

„Karl Heinz Kaiser vom Aktivcamp und ich sind langjährige Bekannte. Ich kenne den Platz gut, daher war es also logisch, herzukommen“, sagt Michael Szemes. Ebenso ausschlaggebend sei die Auszeichnung des Aktivcamps mit dem Ecocamping-Siegel. „Wir haben hier eine Nacht verbracht und so herrlich geschlafen wie noch nie“, schwärmt der E-Camper.

Der Vorteil in Purgstall: Das Auto konnte neben dem Hänger am Campingplatz stehen und dort auch ans Stromnetz angeschlossen werden. „Das hat einen sehr großen Vorteil“, erklärt Szemes. „Man hat das Auto in der Nähe, kann es aufladen und wenn nötig gleichzeitig als Stromquelle für den Anhänger verwenden.“

„Die Camping-Branche ist in Bezug auf E-Camping im Wachwerden“, analysiert Karl Heinz Kaiser vom Aktivcamp Purgstall die Situation. „Die Entwicklung wird sich beschleunigen. Es ist nur von äußeren Umständen, wie etwa Lieferengpässen bei Bestandteilen von E-Fahrzeugen, abhängig, wie schnell sie vorangeht.“

Campingplätze brauchen, weiß Karl Heinz Kaiser, eine geeignete Infrastruktur, um E-Campern bequemes Campen anbieten zu können: „Man kann sagen, es geht um die Logistik, die man zwischen Stromversorger und Wohnwagen braucht – von der Stromzuleitung über Stromsäulen und Zählersystem bis zum geeigneten Energiemanagement. “ Im Aktivcamp sei der Prototyp der selbst entwickelten Software bereits in der finalen Testphase, die Hardware, sprich, Kabel und Schaltschränke, wird in Kürze installiert.

Werbung