Feuerwehr Feichsen drängt auf Neubau. Neubau des Feichsner Feuerwehrhauses verzögert sich. Neuer Bürgermeister verspricht zu handeln.

Von Karin Katona und Claudia Christ. Erstellt am 03. Februar 2019 (06:02)
ZVG

Während die Vorbereitungen für die Landesfeuerwehrleistungsbewerbe und Jugendleistungsbewerbe, die 2021 in Feichsen stattfinden werden, vor Ort bereits auf Hochtouren laufen, hängt ein Projekt noch in der Luft: das neue Feuerwehrhaus in Feichsen.

Schon längst ist ein Neubau dringend fällig, ist doch der Platz mittlerweile so knapp, dass sich die Feuerwehrleute hinter den Löschfahrzeugen umziehen müssen. Die Leistungswettbewerbe wären nun ein weiterer wichtiger Anlass für die FF Feichsen, sich mit einem schönen Haus entsprechend zu präsentieren. Die Feuerwehr hat ihre Hausaufgaben bereits gemacht: „Der Vorabzug der Einreichpläne für das neue Feuerwehrhaus ist bereits fertig, von uns aus ist alles auf Schiene“, sagt Kommandant-Stellvertreter Daniel Fallmann.

Für die anfallenden Kosten wird eine Drittellösung zwischen Gemeinde, Landesfeuerwehrverband und Feuerwehr angestrebt. „Einen großen Teil unseres Drittels können wir durch Eigenleistungen beisteuern“, erklärt Fallmann.

Grundstückskauf muss erst finanziert werden

„Als nächster Schritt sollte so bald wie möglich der Ankauf der Nachbargrundstücke durch die Gemeinde erfolgen“, erläutert der Kommandant-Stellvertreter. Doch eben von der Gemeinde fühlen die Florianis sich im Regen stehen gelassen: „Das Feuerwehrhaus war sowohl 2017 als auch 2018 im Budget, wurde aber jedes Jahr wieder herausgenommen, ohne dass man uns darüber informiert hat“, ärgert sich Fallmann.

„Wir hatten den Eindruck, dass man uns nur hinhalten will.“ Bürgermeister Christoph Trampler habe zwar ein persönliches Versprechen abgegeben, sich für den Neubau einzusetzen, einen entsprechenden Gemeinderatsbeschluss habe es jedoch nie gegeben.

Mit dem neuen Bürgermeister Harald Riemer, so hoffen die Feichsner Florianis nun, werden in der Causa Feuerwehrhaus endlich Nägel mit Köpfen gemacht. In ersten Gesprächen sei das Thema bereits zur Sprache gekommen: „Wir lassen jetzt nicht mehr locker. Ende Jänner wird es nochmals Gespräche geben, bis Ende März kann die Gemeinde hoffentlich die Grundstücke ankaufen.“

Dass in der Gemeindekasse Ebbe herrscht, ist in Purgstall hinlänglich bekannt. „Unser finanzieller Spielraum ist äußerst knapp“, gibt Bürgermeister Harald Riemer zu. „Aber natürlich verstehe ich das Anliegen der Feichsner, zumal es ja schon ein, wenn auch inoffizielles, Versprechen gibt, dass die Gemeinde sie unterstützen wird.“ Zum jetzigen Zeitpunkt eine fixe Zusage zu machen, sei wohl unseriös, doch: „Ich gebe mein Wort, dass ich alles tun werde, was in meiner Macht steht, sprich: alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Geld für den Grundstückskauf zu beschaffen.“