Florian Kastenberger: Rund um die Uhr nur Musik

Strahlend hält Florian Kastenberger seine Urkunde in die Kamera: Der 19-jährige Purgstaller Schlagzeuger hat beim österreichischen Jugendmusikwettbewerb podium.jazz.pop.rock 2021 in der Kategorie Drumset Solo den ersten Preis mit Auszeichnung erreicht.

Erstellt am 11. November 2021 | 05:48
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1. Preis mit Auszeichnung beim Musikwettbewerb podium.jazz.pop.rock 2021: Florian Kastenberger und sein stolzer Schlagzeug-Lehrer Klaus Zalud.
Foto: Karin Katona

„Für den Bewerb musste ich ein Video mit drei Stücken einschicken“, erzählt Florian. „Ich war eigentlich im Maturastress, aber ich habe viel geübt und geschaut, dass ich was Cooles auf die Reihe bringe.“ Wobei besonders das Impro-Solo eine große Herausforderung war. „Das ist nicht nur Technik, man muss auch eine Geschichte erzählen, ein Impro muss in sich geschlossen sein“, erklärt Florian. „Es hat mir sehr geholfen, mich immer wieder selber aufzunehmen.“ Die Jury war von Florians Beitrag so begeistert, dass er zu einer Latin Jazz Session eingeladen wurde.

Die Matura hat Florian Kastenberger in der Zwischenzeit geschafft, danach auch die Aufnahme in die NÖ Militärmusik, wo er gerade seinen Grundwehrdienst ableistet. Da kann es schon öfters passieren, dass der Großteil des Tages aus Musik besteht. Was Florian aber nicht wirklich stört: „Wenn ich mich einen Tag lang nicht mit Musik beschäftige, fehlt mir etwas. Aber das kommt sowieso nur vor, wenn ich krank im Bett liege.“

In der Familie spielt Musik eine große Rolle

Prägend war in Florians Fall schon das Elternhaus. Vater Gerhard Kastenberger ist Kapellmeister der Werkskapelle Busatis, Mutter Martina ist Musikerin in der Werkskapelle, auch der jüngere Bruder Stefan räumt als Klarinettist bei Landes- und Bundes-Jugendmusik-Wettbewerben erste Preise ab. Den Hang zum Schlagwerk hat Florian von seinem Vater, der ihm auch seinen ersten Unterricht gegeben hat.

Auch Florians Zukunftspläne haben natürlich mit Musik zu tun. Nach dem Grundwehrdienst möchte er Schlagzeug studieren. Zusätzlich hat er aber noch ein zweites Ass im Ärmel: „Ich habe mir in der Corona-Zeit daheim im Keller ein Studio eingerichtet. Dort nehme ich mit Freunden Songs auf, möchte das zu meinem zweiten beruflichen Standbein machen.“ Er sei extrem dankbar, sagt der junge Drummer: „Meinen Eltern, meinen Lehrern, auch meinem kleinen Bruder, der mich motiviert und unterstützt. Ich lerne durch die Musik immer wieder neue Leute kennen. Das ist ein cooler Weg.“