Gemeindeenergiebericht: „Wir sollen Vorbild sein“. Vorlage des Purgstaller Energieberichts 2019: Umfassendes Gemeindeenergiekonzept soll Ziel bleiben.

Von Karin Katona. Erstellt am 29. Oktober 2020 (11:51)
Zur Einhaltung der Coronabestimmungen fand die Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag in der Turnhalle statt.
Katona

Eine wesentliche Aufgabe einer öffentlichen Verwaltung sei ihre Vorbildwirkung, betonte Energiebeauftragter Walter Brandhofer bei der Präsentation des Gemeindeenergieberichts 2019 in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag. „Für die Erreichung der Umweltziele der Gemeinden sind daher überall Maßnahmen notwendig, wo sinnvolle Projekte möglich sind. Das heißt allerdings nicht, dass nur jene Maßnahmen realisiert werden sollen, die sich rechnen, sondern auch die Vorbildwirkung berücksichtigen“, erklärte Brandhofer.

Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren bei allen Maßnahmen ökologische Ziele mitberücksichtigt. Dazu zählen etwa die Wärmedämmung der Glasbereiche im Kindergarten 2, der Austausch der alten Heizungspumpen im Rathaus, die Umstellung der Straßenbeleuchtung in Kirchenstraße und Feichsenstraße auf LED-Lampen und der Ausbau der Radwege rund um das Zentrum.

Für die kommenden Jahre, berichtete Brandhofer, seien noch viele weitere Projekte vorgesehen, die sich in der Energiebuchhaltung der Gemeinde positiv niederschlagen werden. Zugluftvermeidung im Kindergarten 2 durch transparente Abhängung im Lichthofbereich, die Umrüstung der Beleuchtung der Klassenräume der Volksschule und NMS auf LED, Dachsanierung und Fenstertausch in der Volksschule.

„Auch der Bauhof ist ein Thema, wo wir die Argumente für Sanierung versus Neubau gegeneinander abwiegen müssen“, gab der Energiebeauftragte zu bedenken. „Eine Sanierung wäre auf den ersten Blick zwar billiger, aber ökologisch kaum sinnvoll.“ Wärmekosten seien zu erheben und müssten Grundlage für die Entscheidung sein, schlug Brandhofer vor.