Erstellt am 28. Dezember 2016, 05:00

von Johanna Reber

Giftköder oder krankes Tier? Hund hatte Schutzengel. Hündin Skylee lief im hauseigenen Garten direkt neben der Erlaufschlucht. Eine Stunde später wies sie typische Vergiftungs-Symptome auf.

Die einjährige Husky-Mischlingshündin Skylee von Sarah Schmutz und Wolfgang Fischer aus Purgstall fühlt sich im hauseigenen Garten sichtlich wohl. Zumindest bis vergangenen Dienstag. Da wies sie, eine Stunden nachdem sie im Garten gespielt hatte, Vergiftungserscheinungen auf und wurde von Tierärztin Elisabeth Weißenbacher notbehandelt.  |  Schmutz

Den kleinen Husky-Mischling von Sarah Schmutz und Wolfgang Fischer aus Purgstall bewachte wohl ein Weihnachtsengel, denn nur knapp überlebte er am Dienstagabend eine Vergiftung. „Sie war total wackelig, konnte sich auch nicht mehr auf ihren Pfoten halten und musste sich laufend übergeben“, schildert Sarah Schmutz.

Die Hündin Skylee lief an der Laufleine im Garten der Besitzer herum, der direkt neben einem der Wanderwege der Erlaufschlucht in Purgstall liegt. Erst eine Stunde später zurück im Haus wies die Hündin Vergiftungserscheinungen auf: Sie begann zu zittern, wurde schwach und es kam Schaum aus ihrem Mund.

"Typische Vergiftungssymptome" 

Sofort brachten sie Skylee zur Tierärztin Elisabeth Weißenbacher nach Scheibbs, die die Verdachtsdiagnose Vergiftung feststellt: „Der Husky-Mischling wies typische Symptome für eine Vergiftung auf, wie zum Beispiel starkes Muskelzittern oder verzögerte Reflexe. Dennoch kann ohne eine kostspielige Untersuchung des Mageninhalts nicht klargestellt werden, ob es sich tatsächlich um eine Vergiftung handelt.“

Schmutz

Die Hündin wird noch weiter mit Infusionen behandelt und erholt sich gut. Laut den Besitzern könnte sich die ein Jahr alte Hündin die Vergiftungserscheinungen im offenen Garten, am Wegrand oder am Feld durch einen mutwilligen Spaziergänger zugezogen haben. Nach mehrmaligem Durchsuchen der Umgebung konnten aber keine Reste eines Giftköders gefunden werden. Auszuschließen ist nicht, dass Skylee ein krankes Tier oder ähnliches gefressen haben könnte. Dennoch wollen Skylees Besitzer um die Aufmerksamkeit anderer Hundebesitzer bitten.

Polizei ermittelt

„Wir möchten die Hundehalter warnen, besonders aufzupassen. In der Erlaufschlucht in Purgstall besteht nach unserer Ansicht durchaus die Gefahr, dass Giftköder ausgelegt worden sind“, sagt Sarah Schmutzer gegenüber der NÖN. Sie haben inzwischen auch die Polizei von dem Vorfall informiert. Die Ermittlungen laufen.