Helmut Falch: „Ich glaube an dieses Projekt“. Purgstall: Zahnarzt Helmut Falch erwirbt von der Gemeinde Haus Kirchenstraße Nummer 15 und wird es revitalisieren.

Von Karin Katona. Erstellt am 10. Dezember 2020 (11:30)
Kaufvertrag abgeschlossen: Zahnarzt Helmut Falch (rechts) hat von der Gemeinde den vorderen Teil des Hauses Kirchenstraße 15 erworben und wird es mit neuem Leben füllen. Bürgermeister Harald Riemer (links) freut sich über den neuen Schritt zur Ortskernbelebung.
Karin Katona

Noch ein weiterer Meilenstein für die Purgstaller Ortskernbelebung ist der Abschluss eines Kaufvertrags zwischen der Gemeinde und Zahnarzt Helmut Falch, der im nicht öffentlichen Teil der jüngsten Gemeinderatssitzung beschlossen wurde.

Falch erwirbt den vorderen Teil des Hauses Kirchenstraße 15 und möchte es wieder mit neuem Leben füllen. Dass die Immobilie schwer sanierungsbedürftig ist, stört ihn nicht: „Ich liebe den Standort im Herzen von Purgstall.“ Der Zahnmediziner wird nach der Renovierung mit seiner Praxis von der Feichsenstraße in sein neues Haus ziehen. Dort erhofft er sich auch eine Zusammenarbeit mit anderen Ärzten. „Meine Vorstellung ist ein Fachärzte- und gesundheitsmedizinisches Zentrum. Ich bin mit mehreren Ärzten in Verhandlung, das Interesse ist groß.“ Den Rest der 1.200 Quadratmeter Gesamtfläche möchte Falch für Gewerbe- und Büroflächen nützen. Einen Mieter hat er schon: „Ins Erdgeschoß zieht ein Feinkostgeschäft mit Vinothek“, berichtet Falch. Im ersten Stock wird er seine Ordination einrichten. Platz für weitere Ärzte ist vorhanden, die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit dem benachbarten Primärversorgungs- und Therapiezentrum ideal.

Die Renovierung des Hauses lässt der Zahnmediziner sich zweieinhalb Millionen Euro kosten. Durch die Restaurierung der denkmalgeschützten Stuckdecke im ersten Stock könnte es eventuell etwas mehr werden. Mit dem Denkmalamt liegt Falch derzeit ein wenig im Clinch: „Die Zusammenarbeit am Anfang war sehr gut, aber im Moment spießt es sich. Ich bin aber Optimist und hoffe auf einen guten Konsens im Sinne der Erhaltung einer historischen Kostbarkeit.“ Begeistert vom Hausverkauf ist Bürgermeister Harald Riemer: „Gut für die Gemeinde, wenn Investoren Impulse geben, unseren Ortskern aufzuwerten.“