Kirchenrenovierung: „Umbau ist historisches Ereignis“. Seit der Barockisierung im 18. Jahrhundert hat die Purgstaller Kirche keine so umfassende Umgestaltung erlebt.

Von Karin Katona. Erstellt am 01. August 2019 (03:42)
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Die Purgstaller Pfarrkirche wird innen und außen generalsaniert. Pfarrer Franz Kronister und August Wenighofer sind mehrmals täglich auf der Baustelle.
Karin Katona

Einbau der Heizung, Verlegung der Schläuche für Elektroinstallationen, Putz- und Malerarbeiten, ein Zubau für die Sakristei und Renovierungsarbeiten an Turm und Fassade – in der Purgstaller Pfarrkirche ist derzeit einiges los.

„So einen massiven Umbau hat es in unserer Kirche seit der Barockisierung im 18. Jahrhundert nicht mehr gegeben“, lacht Pfarrer Franz Kronister beim Lokalaugenschein im völlig leer – geräumten und eingerüsteten Innenschiff. „Selbst damals ist nicht alles in so kurzer Zeit geschehen. Und dass die Kirche innen und außen und der Kirchenplatz zugleich erneuert werden, kommt überhaupt zum ersten Mal in der Geschichte Purgstalls vor – ein historisches Ereignis.“

Die Arbeiten in und an der Kirche gehen zügig voran: Bis Anfang September wird die Westfassade fertig sein, dann kommen der Süd- und Ostteil inklusive Fertigstellung des Sakristei-Zubaus an die Reihe.

Neuer Zubau wird die Sakristei vergrößern

„Dann haben wir in der Sakristei endlich so viel Platz, dass sich alle Ministranten im Erdgeschoß umziehen können“, schildert Pfarrer Franz Kronister, der mit seinem Team die Arbeiten auf der Baustelle koordiniert. „Überwältigend“, nennt der Seelsorger das Ausmaß der Unterstützung aus der Pfarrgemeinde. „Wir haben bereits jetzt rund 4.000 freiwillige Arbeitsstunden. Und dann gibt es noch unzählige Sachspenden, Essens-Einladungen und Getränke-Spenden.“

Während Bänke, Altäre, Orgel und Kanzel renoviert werden, sind auch alle Bilder und Heiligenstatuen aus der Kirche ausgezogen. Ihre Restaurierung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. „Bei der ersten Messe in der fertigen Kirche am ersten Adventsonntag wird der Raum noch recht kahl aussehen“, bereitet Pfarrer Franz Kronister die Kirchenbesucher vor.

„Es gibt vorerst nur das Nötigste: Altar, Boden, Beleuchtung und Bänke. Von den großen Altären und der Kanzel werden nur Grundgerüste zu sehen sein. Im Winter ist es für Restaurierungsarbeiten zu kalt, daher muss alles, was bis Herbst nicht geschafft ist, ins Frühjahr verlegt werden.“ Stück für Stück werden die Kunstwerke dann wieder an ihre angestammten Plätze zurückkehren.

Über eines freuen sich Pfarrer und Renovierungsteam am meisten: „Es ist uns gelungen, alle Kircheneingänge barrierefrei zu machen.“