Leben mit dem Biber

Erstellt am 13. April 2018 | 05:00
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Biber Symbolbild
Foto: shutterstock.com/Frank Fichtmueller
Das größte Nagetier Europas ist auch an den Ufern der Großen Erlauf unterwegs. Bibermanagement hilft bei Konflikten.
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Der Biber ist ein nachtaktives Tier und daher selten zu beobachten. Unübersehbar aber sind die Spuren seines nächtlichen Werkens – wie zuletzt an einigen Stellen am Erlaufufer in Purgstall, wo der Biber hauptsächlich in Privatgärten auf Futtersuche war.

Lebensräume werden weniger

Nach internationalem Recht ist der Biber eine geschützte Tierart. Die fortschreitende Landnutzung durch den Menschen führt jedoch dazu, dass ideale Lebensräume für den Biber selten sind und es – aus der Sicht des Menschen – zu Nutzungskonflikten kommt. Das Niederösterreichische Bibermanagement ist ein Projekt der Abteilung Naturschutz und der Universität für Bodenkultur Wien, das sich der Entwicklung von praktischen Lösungen in Konfliktfällen widmet.

Martin Tschulik: "Prävention im Vordergrund"

„Im Vordergrund steht die Prävention“, erklärt Martin Tschulik von der Naturschutzabteilung NÖ. „Hier gibt es wirksame Mittel wie Gitterung, Anstrich oder Zäune.“ Erst, wenn gelindere Maßnahmen nicht erfolgreich waren, könne mit Ausnahmegenehmigung ein direkter Eingriff in die Population vorgenommen werden. „Ein paar Schäden an Sträuchern rechtfertigen solche drastischen Maßnahmen aber nicht.“

Sinnvoll, warnt Claudia Mohl von der Naturschutzorganisation WWF, sei eine Tötung einzelner Biber ohnehin nicht: „Biber vermehren sich nicht massenhaft. Sie regeln ihre Populationsgröße mit dem Reviersystem. Das heißt aber auch, wenn ein geeignetes Revier frei wird, kommt wieder ein Biber nach.“

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