Philipp Groyssböck ist Teil von de Burghs Welttournee. Der Purgstaller Philipp Groyssböck ist als Schlagzeuger mit dem englischen Sänger Chris de Burgh unterwegs auf den ganz großen Konzertbühnen der Welt.

Von Karin Katona. Erstellt am 07. Dezember 2019 (06:37)
Der Purgstaller Philipp Groyssböck ist mit Chris de Burgh auf Tour, am vergangenen Freitag spielte er ein Konzert in Wien.
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Zehn Wochen lang ist der gebürtige Purgstaller Philipp Groyssböck heuer als Drummer von Chris de Burgh auf Europa-Tour. Beim Konzert in der Wiener Stadthalle am vergangenen Freitag vor ausverkauftem Haus.

NÖN: Was bekommen die Fans von Chris de Burgh auf der aktuellen Tour zu hören?

Groyssböck: Ich bin schon seit einiger Zeit Drummer bei Chris de Burgh, aber diese Tour ist anders als das, was wir in der Vergangenheit gemacht haben. Wir spielen zwei ganze Alben und einige Zugaben mit anderen Hits, wie das bekannteste Lied von Chris, „Lady in Red“. Das ist eine große Herausforderung.

Was ist dabei die größte Herausforderung?

Groyssböck: Das Publikum erwartet ja, dass die Musik beim Konzert möglichst wie auf den Alben klingt. Die zwei Alben, die wir spielen, sind aus den Jahren 1986 und 2010 und natürlich vom Stil her total unterschiedlich. Ich muss mich also schon bevor die Proben beginnen auch in die Musik der 80er einhören und experimentieren, wie ich den 80ies-Sound am besten hinbekomme.

Wie bereiten Sie sich auf die Tournee vor?

Groyssböck: Wenn ich mein Equipment beisammen habe und die Songs in meinem eigenen Studio einstudiert habe, kommen die Bandproben. Wir haben dazu zwei Wochen Zeit, was relativ lang ist. Diese zwei Wochen sind aber wirklich nur zum Proben da, nicht zum Einstudieren der Songs. Die müssen schon vorher sitzen.

Wie kann man sich die Proben vorstellen?

Groyssböck: Wir haben zehn Tage in einem Studio außerhalb von London geprobt, dann vier Tage gemeinsam mit Chris de Burgh. Glücklicherweise ist alles glatt verlaufen und er war sehr zufrieden mit uns. Dann hatten wir drei Tage „production rehearsals“, Proben für die Show.

Die Bühnenshow ist also genauestens durchgeplant?

Groyssböck: Ja, natürlich. Rund um uns spielt sich ja eine Menge ab. 16 große Bildschirme mit Videos und eine riesige Menge an Scheinwerfern und Lichtwechseln. Da geht es um richtiges Timing und darum, sicher zu sein, dass alles perfekt zusammenpasst. Aber es sieht auch sehr beeindruckend aus!

Was muss der Schlagzeuger bei der Show am meisten beachten?

Groyssböck: Es ist vor allem wichtig, vorbereitet zu sein, was die Beleuchtung angeht. Wenn das Licht zwischen zwei Songs ausgeht, wird es schon sehr dunkel. Und man muss genau wissen, wo das Crash-Becken für den Einsatz beim nächsten Song ist, wenn die Scheinwerfer wieder angehen.

Die Tour führt in zehn Wochen quer durch Europa. Gibt es Bühnen, die für Sie besondere Bedeutung haben?

Groyssböck: Vor allem natürlich die Royal Albert Hall in Londen, wo die Tour begonnen hat. Das ist eine Location, die für jeden Musiker etwas Besonderes ist.

Wie war das Konzert in der Stadthalle am vergangenen Freitag?

Groyssböck: Es hat Spaß gemacht! Die Show war ausverkauft und die Stimmung toll. Wir spielen etwa 40 Konzerte auf dieser Tour und die Stimmung kann von Land zu Land sehr variieren. Aber Wien war natürlich toll!

War es etwas Besonderes, in Wien zu spielen?

Groyssböck: Es ist immer wieder sehr schön, in der Heimat zu spielen und viele Freunde und die Familie im Publikum zu sehen. Es passiert halt eher selten, aber das macht es dann zu etwas ganz Besonderem.

Chris de Burgh hat Sie beim Konzert als Österreicher vorgestellt. Macht er das immer?

Groyssböck: Er ist ja aus Irland und die Band ist ziemlich international. Er stellt mich also bei jedem Konzert als Österreicher vor. Nur mit meinem Nachnamen hat er Schwierigkeiten.