Postpartner sperrt zu. Ab Jänner gibt es in Purgstall keine Poststelle mehr. SPÖ wies in Gemeinderatssitzung mit Dringlichkeitsantrag darauf hin.

Von Karin Katona. Erstellt am 27. Oktober 2014 (13:46)
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Durch einen Dringlichkeitsantrag bei der letzten Gemeinderatssitzung wollte die SPÖ-Fraktion auf ein wichtiges Thema aufmerksam machen.

Fuchs: Kaufkraftabfluss zu befürchten

„Die insolvente Pöchhacker GmbH schließt mit Ende Dezember ihr Geschäft in der Kirchenstraße. Dann gibt es in Purgstall keinen Postpartner mehr. Um Nachteile für die Purgstaller Bevölkerung und die Wirtschaft zu vermeiden, muss die Gemeinde aktiv an einer Lösung arbeiten“, verlangte Ortsparteiobmann Josef Fuchs.

Für Bürger und Betriebe sei die Schließung der Poststelle ein herber Einschnitt und könnte auch einen Kaufkraftabfluss nach sich ziehen: „Wenn ich mir ein Packerl aus Wieselburg abholen muss, ist es naheliegend, dass ich dort auch gleich einkaufe.“

„Im Rathaus ist kein Platz für Poststelle“

Einigkeit herrsche in allen Fraktionen in dieser Frage ohnedies, erklärte Bürgermeister Christoph Trampler. Es gebe wohl einige Interessenten, man habe alternativ dazu auch schon überlegt, die Poststelle ins Rathaus zu verlegen, doch: „Wir haben im Rathaus weder Platz für einen Schalter noch ein entsprechend großes Lager.“ Grundvoraussetzung für ein neues Lokal sei überdies Barrierefreiheit, diese sei bei einigen der Interessenten jedoch leider nicht vorhanden.

„Wir müssen auf jeden Fall rasch handeln, so dass bei der nächsten Gemeinderatssitzung schon eine konkrete Lösung vorliegt. Es kann nicht angehen, dass Purgstall als einwohnerstärkste Gemeinde im Bezirk kein eigenes Postamt hat“, forderte Fuchs. Der Gemeinderat stimmte geschlossen der Dringlichkeit des Anliegens zu.

Ein weiteres Thema der Sitzung war die Erarbeitung eines touristischen Entwicklungskonzepts für das Naturdenkmal Erlaufschlucht, das noch vor der Landesausstellung 2015 erstellt werden soll – inklusive neuer Beschilderung.