SBZ Schauboden: Endlich ein Zimmer für sich allein

SBZ Schauboden schleift altes Wohnhaus und baut zwei neue Wohneinheiten. Kindergarten wird vergrößert.

Erstellt am 13. Dezember 2019 | 03:23
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SBZ-Leiterin Sabine Sommerer mit den Plänen für den Neubau. 
Foto: Katona, Büro Königsberger-Ludwig.

Zwei Wohnhäuser im Grünen, jedes mit eigenem Garten – so wird die Anlage des Sozialpädagogischen Betreuungszentrums Schauboden den Neubau-Plänen zufolge aussehen. In den zwei Häusern, die äußerlich wie Mehrfamilienhäuser wirken, werden jeweils zwei Wohngruppen zu maximal neun Kindern Platz finden.

„Dadurch, dass die neuen Häuser auf dem hinteren Teil unseres Grundstücks gebaut werden, sind sie besonders ruhig und von Grün umgeben“, freut sich SBZ-Direktorin Sabine Sommerer. Das jetzige Kinderhaus, in dem zur Zeit vier Wohngruppen leben, wird abgerissen. „Das Haus ist veraltet und sanierungsbedürftig. Es an jetzige Standards anzupassen, wäre zu kostspielig“, berichtet die SBZ-Leiterin. Man habe daher beschlossen, das alte Haus abzureißen und neu zu bauen. „Dort, wo jetzt noch das alte Haus steht, entsteht ein zentraler, offener Platz, den alle benützen können und der auch für Veranstaltungen dienen kann“ sagt Sommerer.

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Sommerer mit SPÖ-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.
Büro Königsberger-Ludwig.

In der Bauphase eins, die im Herbst 2020 beginnen soll, werden zunächst die neuen Wohnhäuser errichtet. Nach dem Umzug der Kinder wird das alte Gebäude geschleift. Erhalten bleiben das Verwaltungsgebäude und das Wohnhaus, in dem teilstationäre Betreuung und Mutter-Kind-Wohnungen untergebracht sind. „Auch der Kindergarten wird vergrößert“, kündigt Sabine Sommerer an. Bis Ende 2022 soll alles fertig sein.

„Insgesamt sind Baumaßnahmen von 7,1 Millionen Euro beschlossen“, sagt Kinder- und Jugendhilfelandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). „Junge Menschen, denen das Schicksal nicht die besten Startbedingungen zugedacht hat, brauchen eine qualitätsvolle Betreuung.“ Dafür seien aber auch infrastrukturelle Rahmenbedingungen notwendig. Für Direktorin Sabine Sommer und ihr Team geht ein Herzenswunsch in Erfüllung: „Jedes Kind bekommt ein Einzelzimmer, was bisher nicht möglich war.“