Spendenbox bei Erlaufschlucht: „Soll Umwelt-Euro sein“. Marktgemeinde Purgstall hat beschlossen, im Eingangsbereich der Erlaufschlucht eine Spendenbox aufzustellen. Damit will man Bewusstsein für Wert der Natur fördern.

Von Karin Katona. Erstellt am 22. August 2017 (05:00)
Müll in der Erlaufschlucht. Mit der Bitte um einen „Umwelt-Euro“ hofft die Gemeinde, das Umweltbewusstsein der Besucher zu fördern. Außerdem: „Wir kontrollieren ständig, räumen auf – die Erhaltung der Schlucht verursacht für die Gemeinde höhere Personalkosten.“
privat

Die Bekanntheit von Purgstalls Naturdenkmal, der Erlaufschlucht, ist in den vergangenen Jahren immens gestiegen. In der Erlaufgemeinde freut man sich wohl über die Begeisterung der Gäste für die einzigartige Flusslandschaft, sieht sich aber mit einem Problem konfrontiert: Trotz wiederholter Appelle, die Schlucht sauber zu halten, finden sich immer wieder große Mengen an Müll an den Erlaufufern. „Wir kontrollieren regelmäßig, räumen auf, was natürlich auch zusätzliche Personalkosten für die Gemeinde verursacht“, schildert Bürgermeister Christoph Trampler.

"Bitten Besucher um freiwillige Spende"

Im Nachhinein habe man daher beschlossen, im Eingangsbereich des Naherholungsgebiets eine Spendenbox aufzustellen. „Wir bitten die Besucher um freiwillige Spenden. Das ist nicht als Eintritt, sondern als eine Art Umwelt-Euro zu sehen“, betont der Ortschef.
Man hoffe, mit dem Appell auch das Bewusstsein für den Wert des Naturdenkmals zu fördern: „Wenn ein wunderschönes Stück Natur für mich so viel Wert hat, dass ich hierher komme, um es zu sehen, dann kann ich freiwillig etwas dafür geben, um es schön zu erhalten.“
„Wir haben nicht vor, Eintritt zu verlangen“

"Erlaufschlucht gehört uns allen"

Das Gerücht, dass die Gemeinde plane, früher oder später Eintritt für die Erlaufschlucht zu einzuheben, will Trampler nicht gelten lassen: „Solange ich Bürgermeister bin, wird es hier sicher keinen Eintritt geben. Die Erlaufschlucht gehört uns allen und soll für alle zugänglich sein.“ Der Spendenaufruf richte sich zudem nicht an tägliche Besucher wie Nordic Walker, Läufer und Purgstaller, die hier regelmäßig spazierengehen.

Das Müllproblem beschränkt sich allerdings nicht auf die Schlucht, sondern auf die anderen Badestellen entlang der Erlaufufer. „Noch mehr Müllcontainer aufzustellen löst nicht das Müllproblem“, weiß der Bürgermeister. „Das Beste wäre, wenn die Besucher ihren Proviant bewusst einpackten und so erst gar keinen Müll mitbrächten!“

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