Tierpark öffnet wieder am 15. Mai. Wildpark Hochrieß: Dank Spendenaktion und findigen Ideen Corona-Sperre überstanden. Umsatzeinbußen aber enorm.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 05. Mai 2020 (16:01)
Die Familie Distelberger freut sich auf den Saisonstart im Wildpark Hochrieß, von links: Sepp Distelberger mit Pferd Belessa, Lea, Ulrike und Matthias mit Ziege Lilly, Martina Kaltenbrunner, Daniel Distelberger auf Pony Ellie, Doris Ziegelwanger und Philipp Distelberger mit Haushündin Diana.
Christian Eplinger

„Wir freuen uns alle schon, wenn es wieder losgeht“, sagt Matthias Distelberger, der gemeinsam mit seinem Bruder Philipp seit 2016 den Wildpark Hochrieß samt Gasthaus und Beherbergungsbetrieb führt. Und die Freude ist der gesamten Familie ins Gesicht geschrieben. Am 15. Mai geht es auf der Hochrieß wieder los. 45 verschiedene Tierarten – von Pferden, Ponys, Rotwild, Mufflons über Ziegen, Gänse, Hasen und vieles mehr – hegt und pflegt die Familie Distelberger auf ihrem Areal seit 1976.

„Es war wirklich an der Kippe, aber die Spendenaktion, die wir über die NÖN gestartet haben, war überaus erfolgreich. Dafür möchten wir einfach ‚Danke‘ sagen“, erklärt Matthias Distelberger und sieht den Beschränkungen relativ gelassen entgegen.

Zum zweiten Mal hatte am Wochenende der „Drive in“ auf der Hochrieß geöffnet.
Christian Eplinger

„Wir haben ein sehr großes Areal und rechnen jetzt nicht mit dem Megaansturm, auch wenn wir von vielen Stammgästen schon gehört haben, dass sie sich freuen, wenn wir alles wieder geöffnet haben“, sagt Distelberger. Aber er weiß, dass nach der Sperre in den Osterferien die Absagen der Erstkommunionen dem Unternehmen erneut einen hohen Umsatzverlust bescheren werden. „Das sind für uns Zeiten der Hochkonjunktur“, weiß Distelberger.

Dennoch zeigten sich die Distelbergers auch während der Krise ideenreich. Die beim jüngsten Zubau neu errichtete Garage wurde kurzerhand umfunktioniert und so gibt es seit dem letzten April-Wochenende von Freitag bis Sonntag jeweils von 11 bis 14 Uhr auf der Hochrieß einen „Drive in“-Schalter. „Wie beim McDonald‘s, nur dass man bei uns Wirtshausgerichte und hausgemachte Mehlspeisen bekommt“, lacht Distelberger.