Vor Weihnachten ist die Hölle los bei der Post. Die Post unterstützt das Christkind bei der Arbeit. 1.700 Pakete gehen täglich durch das Verteilerzentrum Purgstall.

Von Karin Katona. Erstellt am 11. Dezember 2020 (11:27)
Besonders vor Weihnachten stapeln sich die Pakete in der Zustellbasis hoch: Elisabeth Obernberger und Hans-Peter Kössler beim Sortieren. 
Karin Katona

Fünf Uhr früh, an einem beliebigen Wochentag im Verteilerzentrum der Post in Purgstall: Vorsortierer bereiten die Post für die Zusteller vor, die in den kommenden Stunden ihre Briefe und Pakete abholen werden. „In der Früh geht es bei uns zu wie in einem Bienenstock“, sagt Distributionsleiter Gottfried Gugler. „Da wird wirklich mit Hochdruck gearbeitet.“

Zur Zeit noch mehr als sonst, denn das Post- und vor allem das Paketaufkommen ist besonders hoch – nicht nur wegen Weihnachten. „Durch den letzten Lockdown gab es noch einmal eine Steigerung, die wir uns in diesem Ausmaß nicht erwartet hatten. Bei den Paketen sind das 20 bis 30 Prozent“, sagt Gugler. Rund 1.700 Pakete passieren täglich das Verteilerzentrum. „Der Versandhandel boomt kontinuierlich, durch Corona noch viel mehr. Die Menschen sorgen sich, dass sie ihre Weihnachtsgeschenke nicht mehr rechtzeitig bekommen“, sagt der Distributionsleiter. Briefe und Weihnachtskarten erleben ein Comeback: „Die Menschen wollen in Kontakt bleiben, den anderen zeigen, dass man an sie denkt.“

Spätestens um elf Uhr wird es ruhiger im Bienenstock des Post-Verteilerzentrums. Alle 33 Zusteller haben ihre Briefe und Pakete abgeholt und ihre Runden begonnen. Manche werden untertags noch einmal zurückkommen müssen, nicht immer passen alle Pakete auf einmal ins Auto. „Viele Pakete werden auch im Auftrag der Post von privaten Frächtern zugestellt“, erklärt Gugler. Denn jeder Post-Zusteller hat noch rund 3.000 Briefe dabei – exklusive Werbeprospekte. „Unsere Mitarbeiter leisten Großartiges, besonders vor Weihnachten“, sagt der Purgstaller Distributionsleiter.