Buch für Kinder mit Wahrnehmungsstörungen geschrieben. Ergotherapeutin schrieb Buch über Kinder mit Wahrnehmungsstörungen.

Von Karin Katona. Erstellt am 12. Januar 2019 (04:00)
privat
Isolde Fehringer präsentiert am 12. Jänner in ihrer Praxis ihr neues Kinderbuch

Kinder, die Probleme machen, haben Probleme – und brauchen viel Verständnis. Stellvertretend für Kinder mit Wahrnehmungsstörung steht der kleine Held des neuen Kinderbuchs von Isolde Fehringer und Klaus Ebenhöh. „Bummbumm, der kleine Tollpatsch“ erzählt von einem Bärenjungen, der anderen wehtut, weil er sich selbst nicht spürt. „Kinder wie Bummbumm haben oft Schwierigkeiten beim Erlernen von Abläufen – zum Beispiel grobmotorischen Aufgaben wie dem Laufen oder feinmotorischen Aufgaben wie dem Sprechen“, erklärt Autorin und Ergotherapeutin Isolde Fehringer.

Mit ihrem Buch möchte die Purgstallerin nicht nur betroffenen Kindern eine Figur geben, mit der sie sich identifizieren können, sondern auch Eltern und Pädagogen den richtigen Umgang mit diesen Kindern zeigen. „Für mich gibt es keine Problemkinder, sondern nur Schützlinge, die ich auf ihrem Weg begleiten darf“, sagt Fehringer. „Ich sehe mich als Fürsprecherin, die in der Familie, im Kindergarten und in der Schule erklärt, warum diese Kinder Dinge tun, die für andere nicht nachvollziehbar sind.“

Tatsächlich macht das Buch vom Tollpatsch Bummbumm manche „komische“ Verhaltensweisen von Kindern ganz einfach erklärbar – und zeigt dabei spielerische Lösungen. „Kinder wie Bummbumm brauchen intensivere Reize, also körperlich größere Anstrengungen als andere Kinder – wie die Spiele, die im Buch beschrieben sind. Erst dadurch bekommt das Kind das Gefühl, dass es auch wirklich trägt, hält, hebt oder zieht“, erläutert die Autorin. „Je öfter das Kind das tut, desto schneller werden die richtigen Nervenverknüpfungen gebildet.“ Das Kind bewege sich sicherer und nehme eigene und fremde Körpergrenzen besser wahr. Letztlich sei das Buch aber nicht nur für kleine Bummbumms, sondern für alle da, denn: „Jeder von uns hat seine Besonderheiten.“