Wohnbau: Gemeinderat machte Nägel mit Köpfen. Gemeinde verkauft 2.500 m² Grundstück an Wohnbauträger. 16 Wohnungen entstehen.

Von Karin Katona. Erstellt am 02. Juli 2020 (05:21)
Viele Gemeinderaträte kamen zur GEHmeindeRADssitzung mit dem Rad oder zu Fuß. Manche nur zu Fuß vom Auto auf dem Parkplatz – sie sind durch die weite Entfernung ihrer Wohnsitze entschuldigt.
Karin Katona

Nägel mit – wichtigen – Köpfen für die weitere Ortskernbelebung machte der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung am vergangenen Donnerstag.

Per einstimmigem Beschluss wird die Gemeinde ein Grundstück von 2.467 Quadratmetern in der Kirchenstraße um 271.370 Euro an die Wohnbaugenossenschaft GEDESAG verkaufen, die dort eine Wohnanlage mit 16 Wohnungen zu jeweils 40 bis 80 Quadratmeter Wohnfläche errichten wird.

Auch betreubares Wohnen soll es geben

Die Pläne der Gemeinde gehen noch weiter, wie Bürgermeister Harald Riemer berichtete: „Auf lange Sicht werden hier 40 bis 50 Wohnungen entstehen, teils Miet-, teils Eigentumswohnungen. Es wird auch betreubares Wohnen geben. Wir wollen eine gute Durchmischung erreichen – und es soll leistbar sein.“

Ein weiterer Punkt der Tagesordnung beschäftigte sich mit dem Waschplatz in der Busatisstraße, dessen Neugestaltung im Stadterneuerungsprojekt eingeplant war, aber aus Kostengründen fallen gelassen wurde. Ein diesbezüglicher Gemeinderatsbeschluss von 2019 sollte per Abstimmung aufgehoben werden.

„Klar, wir brauchen das Geld für wichtigere Dinge, aber der Waschplatz ist als Aussichtspunkt beliebt und verdient eine Aufwertung. Das geht auch um wenig Geld“, gab Finanzausschuss-Vorsitzender Josef Fuchs zu bedenken. Man einigte sich auf die „schlanke“ Variante, der Waschplatz wird von den Mitarbeitern des Bauhofs instand gesetzt und mit bereits vorhandenen Bänken und Abfallkübeln ausgestattet.

Mehr Geld in die Gemeindekasse spülen soll die Vergabe der Videowall-Werbetafel bei der Kreuzung am Sportplatz an die Firma Up2Media. Hier wies FPÖ-Obmann Manuel Brunner auf einen Paragrafen im Vertrag hin: „Wir müssen eindeutig festhalten, dass Verträge für ortsansässige Betriebe und Vereine ausschließlich über die Gemeinde und nicht über Up2Media vergeben werden.“ Der Beschluss zur Abänderung des Vertrags wurde gefasst.