Alpenvorland, Wieselburg: Auf Wegen der Römer

Die NÖN sprach mit Wolfgang Zimprich, Initiator von alpenvorlandRADELN.

Erstellt am 07. Dezember 2020 | 03:24
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Wolfgang Zimprich machte das Alpenvorland radfit.
Foto: diewerbetrommel

NÖN: Wie war die Ausgangssituation von „alpenvorlandRADELN“ vor zwei Jahren?

Wolfgang Zimprich: Gestartet haben wir mit dem Radweg Krumpe, der stillgelegten Bahntrasse der Schmalspurbahn zwischen Mank, Kilb und Bischofstetten. Sie bildet heute das Herzstück der Melker Alpenvorland-Radroute.

Wie hat sich das Projekt weiter entwickelt?

Zimprich: Das war die Initialzündung, die schließlich zum Zusammenschluss von 14 Gemeinden geführt hat, die jetzt am Projekt alpenvorlandRADELN beteiligt sind. Im Frühjahr 2019 gab es bereits die Marke „alpenvorlandRADELN“. Ich selbst bin sowohl Projektbetreuer als auch für die Werbung zuständig.

Was bekommen die Radfahrer geboten?

Zimprich: 500 Kilometer einheitlich und übersichtlich beschilderte Radstrecken, vier regionale Radrouten, 19 lokale Radrunden und drei Moutainbike-Strecken. Dazu eine Karte, die eben in der dritten Auflage erschienen ist, das Radmagazin „Sattelfest“ und unsere Homepage.

Was ist der Gedanke hinter „alpenvorlandRADELN“?

Zimprich: Es soll einerseits Gäste in unsere Region bringen, andererseits wollen wir auch den Einheimischen Lust machen, ihre Region mit dem Fahrrad zu entdecken. Daher auch die lokalen Radrunden.

Sind Sie zufrieden mit der Entwicklung von „alpenvorlandRADELN“?

Zimprich: Es ist noch viel erfolgreicher, als ich mir erträumt hatte. Ich rede viel mit Radfahrern, die ich treffe oder mit Wirten, wo viele Räder stehen. Und die vielen positiven Rückmeldungen bestätigen mir, dass das Konzept voll aufgegangen ist. Sowohl für die Gäste, die auf die Region aufmerksam werden, als auch für die Einheimischen, die sagen, wir wussten gar nicht, wie viele schöne Plätze es in der Umgebung gibt.

Was steht als Nächstes an?

Zimprich: Die Meridian-Radroute wird zur Römer-Radroute, die von Wieselburg bis nach St. Pölten führt. St. Pölten war der Verwaltungssitz der römischen Provinz Noricum. Das heißt, wir radeln dort, wo einst die Römer unterwegs waren. In der neuen Karte ist das bereits so drin. Qualitätssicherung und Weiterentwicklung gehören dazu.

www.alpenvorlandradeln.at