„Kult(o)ur de Meridian“: Tag der Pedalritter. Vor 20 Jahren wurde der Meridianstein in der Gemeinde Gresten-Land exakt beim Schnittpunkt 15. Längengrad mit dem 48. Breitengrad gesegnet.

Von Hans Karner. Erstellt am 07. Juni 2017 (02:00)

Genau bei jenem besagten Schnittpunkt befindet man sich oberhalb des Bauernhofes Schanzreith. Aber wieso wurde gerade dieser Punkt ausgewählt?

Den Verantwortlichen war schon damals klar, dass dieses Wahrzeichen in ein Wander- und Radroutennetz eingebunden werden musste. So wurde erstmals ein Radpass für die „Kult(o)ur de Meridian“ für die Gemeinden Gresten, Gresten-Land, Randegg, Reinsberg, Steinakirchen und Wang gedruckt, der vom 7. April bis zum 30. September 1997 möglichst viele Pedalritter in die Kleinregion locken sollte. Am Leopolditag (15. November) desselben Jahres erfolgte dann die erste große Preisverleihung im Gasthaus Berger (Ybbsbach).

Als Kulturdenkmäler und Sehenswürdigkeiten konnte man das Heimatmuseum Gresten, den Meridianstein Gresten-Land, die Vorstadt-Mühle in Randegg, die Burguine Reinsberg, die Pfarrkirche Steinakirchen und den Pranger in Wang sowie insgesamt 33 Gasthäuser besuchen.

Von 1988 bis heute eine beliebte Route

Nun ist es schon 20 Jahre her, dass die Region Mostviertel Jung und Alt in die „Miniregion“ Kleines Erlauftal einlädt, um mit einem Radpass von Gemeinde zu Gemeinde zu radeln. Seit 2000 findet diese Veranstaltung immer am Pfingstmontag statt. Inzwischen kam es im Kleinen Erlauftal zum Umbau der Schmalspurbahn auf Normalspur, mit dem auch der weitere Ausbau des Meridian-Radweges einherging. Deshalb fand am 5. September 1999 eine denkwürdige zweite Eröffnung des Radweges mit einem großen Fest in Randegg statt.

Diesen Pfingstmontag erfolgte die große Preisverleihung im Steinakirchener Gasthaus „Zum Gassl“. Mitgefahren sind heuer zum Beispiel das Kommando der FF Gresten-Land mit Johann Frühwald und Franz Grabner, der Randegger Gemeinderat Herbert Studirach oder auch SC-Altpräsident Leopold Großberger.

Seit 20 Jahren ist somit die „Kult(o)ur de Meridian“ mit ihren schlichten Radpässen einmal mehr ein kräftiges Lebenszeichen dieser Mostviertler Kleinregion.