Bund unterstützt Projekte der Landwirte. Um Kaufkraft im Bereich der Land- und Forstwirtschaft anzukurbeln gibt es Zuschuss – zum Beispiel auf Landmaschinen in Randegg.

Von Anna Faltner. Erstellt am 31. Oktober 2020 (15:13)

Der Lockdown hat vieles verändert, zumindest für einige Monate. Davon können Engelbert und Erika Pruckner aus Randegg genug erzählen. Zwar mussten sie ihren Landmaschinen-Betrieb – da dieser systemerhaltend ist – nicht zusperren, reduzierte Öffnungszeiten und Kurzarbeit für das gesamte Unternehmen samt aller 17 Mitarbeiter waren dennoch für ein Monat notwendig.

Um die Wirtschaft, in dem Fall vor allem in der Land- und Forstwirtschaft, wieder anzukurbeln, hat die Bundesregierung eine Covid-19-Investitionsprämie bereitgestellt. Der Nöchlinger VP-Nationalratsabgeordnete und Bauernbundpräsident Georg Strasser wollte bei einem Betriebsbesuch bei Familie Pruckner über die aktuelle Situation sprechen.

„Das Persönliche und das Regionale hat mehr Zuspruch erfahren, der Lebensmittelhändler vor Ort hat definitiv an Wert gewonnen. Diese landwirtschaftlichen Lehren können wir aus der Krise ziehen“, berichtete der Bauernbundpräsident. Erika Pruckner kann das bestätigen, die Rolle als Nahversorger wurde wieder mehr geschätzt. „Ab dem Zeitpunkt, wo alles geöffnet wurde, war das aber leider wieder vorbei“, erzählt sie.

Firmenchef Engelbert Pruckner macht zusätzlich zu schaffen, dass der Onlinehandel auch in punkto Landmaschinen oft dem persönlichen Gespräch in seinem Büro vorgezogen wird. „Bei uns gibt es unzählige Vorschriften. Die Gesellschaft sagt dann, sie kauft im Ausland ein, da ist es einfacher und günstiger. Und das ist ein riesen Problem“, betont er. Georg Strasser kann ihm da nur zustimmen: „Am Konsumverhalten der Österreicher muss sich etwas ändern.“

Investitionsprämie gibt es noch bis 28. Februar

Die Covid-19-Investitionsprämie hat jedenfalls Zustimmung erfahren – auch im Landmaschinenunternehmen von Familie Pruckner. Was damit möglich ist? Investitionen ab 5.000 Euro sind förderfähig, bis zum 28. Februar 2021 kann die Unterstützung noch beantragt werden. „Unser Ziel ist eine hoch modernisierte Land- und Forstwirtschaft, die als erster Wirtschaftszweig auf Erdöl verzichten kann. Dieser Weg schafft zahlreiche Möglichkeiten der regionalen Wertschöpfung und wird die Nachfrage nach Produkten aus österreichischer Produktion ankurbeln“, sagt Strasser.“

Förderfähige Projekte erhalten einen Zuschuss von 7 Prozent, Projekte in den Bereichen Ökologisierung, Digitalisierung oder Gesundheit von 14 Prozent. Darunter fallen für den Sektor Land- und Forstwirtschaft Investitionen in Biomasse, Kraft-Wärme-Kopplungen, Holzgaserzeugung zur Eigenversorgung, energetische Nutzung biogener Roh- und Reststoffe, biogene Brenn- und Treibstoffe, Kreislaufwirtschaft und Rohstoffmanagement. Zudem werden Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen sowie Anschaffungen zur Digitalisierung gefördert.