Disput zwischen zwei Frauen am Arbeitsplatz eskalierte

Am Arbeitsplatz gerieten Frauen aneinander und landeten vor Gericht. Im Tatausgleich soll ihr Konflikt aufgearbeitet werden.

Claudia Stöcklöcker Erstellt am 08. Juni 2018 | 05:00
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Foto: Anetlanda/Shutterstock.com

Nicht gut aufeinander zu sprechen waren zwei Frauen. Am Arbeitsplatz in Randegg eskalierte der Konflikt zwischen den Arbeiterinnen, wegen wechselseitiger Körperverletzung und gefährlicher Drohung saßen sie nun vor einer Strafrichterin.

Nicht geständig ist die 50-jährige Angeklagte. „Frau Richterin, sie hasste mich von Anfang an. Sie ist auf mich losgegangen. Meine Nägel sind abgebrochen, mein Zeigefinger war geschwollen. Ich schwöre, ich habe gar nichts gemacht“, beteuert sie vehement ihre Unschuld.

Gemeinsames Gespräch mit Bewährungshelfer

Die 27-Jährige erzählt etwas völlig anderes. „Stimmt nicht“, meint sie. „Sie hat mich beschimpft, bespuckt, hat hergeschlagen, ich habe sie weggedrückt, damit ich gehen kann. Dass sie sich verletzt hat, wird im Handgemenge passiert sein. Hingeschlagen habe ich aber nicht. Aber sie hat mich gekratzt.“ Die 50-Jährige soll auch gedroht haben. „Ich schick dir meine Tochter und meine Freunde, die werden Rache nehmen“, soll sie geäußert haben. „Da habe ich mich gefürchtet“, erklärt die 27-Jährige, „weil sie immer macht, was sie sagt.“

Weil die Frauen unbescholten sind, schlägt die Richterin außergerichtlichen Tatausgleich vor. Im Beisein eines Bewährungshelfers sollen die Angeklagten sich an einen Tisch setzten und über den Vorfall miteinander reden. Die 27-Jährige ist sofort damit einverstanden. Nach einem Gespräch mit ihrem Verteidiger gibt die 50-Jährige die Attacke zu und ist bereit, den Konflikt aufzuarbeiten.