Kühe geben immer mehr Milch. Über 60 Züchter informierten sich über aktuelle Themen und zogen Bilanz über das Jahr 2019.

Von Claudia Christ. Erstellt am 22. Februar 2020 (12:33)

Welche Bedeutung die Rinderzucht im Ötscherland hat, wird alljährlich bei der Generalversammlung der Rinderzüchter deutlich.

Über 60 Züchter kamen am vergangenen Donnerstag im Gasthaus Obermüller in Randegg zusammen, um über das vergangene Jahr Bilanz zu ziehen. Zuchtleiter Ernst Grabner vom NÖ Genetik Zuchtverband betonte: „Die Gesamtmenge der ermolkenen Milch im Leben einer Milchkuh steigt jährlich an. Die Kühe werden aufgrund der Top-Betreuung durch die Landwirte immer älter.“

Auch der erzielte Preis für die Zuchttiere ist laut Vereinsobmann Peter Daurer zufriedenstellend. Insgesamt wurden 288 Rinder ab Hof oder bei Versteigerungen verkauft, um 34 weniger als im Vorjahr. „Wir haben aktuell 188 Mitglieder, drei wurden im Vorjahr neu aufgenommen“, resümiert Dauerer.

Nach dem Rechnungsabschluss, vorgetragen von der Schriftführerin Julia Zehetner, wurden erfolgreiche Züchter geehrt.

Keramikteller für beste Zuchtbetriebe

Als beste Zuchtbetriebe des Rinderzuchtvereines Ötscherland erhielten die beiden Grestner Familien Görlitzer (Fleckvieh) und Buber (Braunvieh) einen Keramikteller als Auszeichnung. Für eine herausragende Milchleistung von 123.000 kg der Kuh „Florentina“ wurde die Familie Wolmerstorfer ausgezeichnet. Ebenso wie die Familie Lackmaier, deren Kuh „Ramona“ 104.000 kg Milchleistung erbrachte.

Ein Rückblick auf vergangene Veranstaltungen sowie die Rinderzuchtexkursion nach Tirol standen ebenfalls auf dem Programm. Danach informierten zahlreiche Referenten über die aktuelle Vermarktungssituation, über die Neuerungen der Digitalisierung mittels Apps und Managementprogrammen.
Jungzüchterin Sandra Grabner berichtete über die Aktivitäten der Mostviertler Jungzüchter und appellierte an junge, ambitionierte Züchter, dem Verein beizutreten.