Neo-Klubobmann erschien auf Leinwand

Nach 16 Jahren als Parteiobfrau in Randegg zieht sich Bürgermeisterin Claudia Fuchsluger zurück. In ihre Fußstapfen tritt Manfred Wieser (35).

Erstellt am 02. September 2021 | 18:59

Einen kleinen Schritt Richtung Polit-Pension machte Bürgermeisterin Claudia Fuchsluger beim Gemeindeparteitag der Volkspartei Randegg am Mittwochabend. Denn nach 16 Jahren übergab sie ihre Funktion als Gemeindeparteiobfrau in jüngere Hände. Nämlich in die des geschäftsführenden Gemeinderates Manfred Wieser.

Zuvor gab sie allerdings einen kurzen Überblick über die Tätigkeiten und Meilensteine der letzten Jahre. Stolz ist sie auf Vieles: In ihrer Zeit als Obfrau erhöhte sich die Anzahl an ÖVP-Mandaten von zwölf auf 17, auch bei den überregionalen Wahlen wurde die ÖVP stärker. „Ich bereue absolut nichts. Es war schön, so lange Obfrau zu sein und auch das Bürgermeister-Sein ist für mich etwas wirklich Schönes. Schritt für Schritt werde ich mich jetzt aber etwas zurückziehen. So haben wir das gemeinsam besprochen und ich bin froh, dass wir einen Wahlvorschlag für die Obmannschaft geschafft haben“, betont Fuchsluger.

Zur Verfügung hat sich Manfred Wieser gestellt. Der 35-Jährige ist seit 2015 im Gemeinderat vertreten, seit 2020 auch im Vorstand. „Das Interesse an der Politik hat sich bei mir vermutlich nie verhindern lassen. Vor allem durch meinen Papa und Opa wurde am Küchentisch immer viel politisiert“, gesteht Wieser, der sich aktuell übrigens in Quarantäne befindet und nur online am Gemeindeparteitag teilnehmen konnte. Die Wahl konnte trotzdem ohne Probleme stattfinden. Wieser und der gesamte Vorstand bekamen 100 Prozent der Stimmen. Zur Seite stehen ihm Margit Lechner und Matthias Repper als Obmann-Stellvertreter. Finanzreferent ist nun Andreas Scholler und Leopold Flazelsteiner und Adolf Adelsberger wurden zu Finanzprüfern ernannt.

Die größte Herausforderung sieht der frischgebackene Obmann darin, das Niveau zu halten. Froh ist er daher, dass in Randegg noch nie viel Platz für politisches Hick-Hack war. „So können wir unsere ganze Energie in Projekte für Randegg stecken“, sagt er. Wichtig war ihm auch zu betonen, dass die Wahl jetzt noch keine Richtungsentscheidung für die nächste Gemeinderatswahl sei. „Das werden wir bis dahin gemeinsam erarbeiten.“