Pension Riegler schließt: „Vergangenes Jahr war ein Horror für uns“

Erstellt am 21. April 2022 | 04:21
Lesezeit: 3 Min
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Über 40 Jahre standen Regina und Herbert Riegler fast täglich hinter der Theke ihrer Pension in Randegg. Nun wollen die beiden ihren wohlverdienten Ruhestand genießen.
Foto: Christ
Die Pension Riegler in Randegg schließt nach 45 Jahren. Das Gebäude soll nun verkauft werden.
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Die Gaststube ist gemütlich eingerichtet, die Umgebung idyllisch. Vor dem Haus plätschert die Kleine Erlauf friedlich vor sich hin.

Jahrelang fanden hier Gäste aus nah und fern ihre verdiente Erholung in der Pension Riegler.

Doch damit ist jetzt Schluss. Denn die Besitzer Regina und Herbert Riegler haben sich dazu entschlossen, ihr Lebenswerk zu verkaufen. „Schweren Herzens, aber das vergangene Jahr war für uns nicht nur Corona-bedingt ein Horror“, meint der Hausherr. Gesundheitliche Beschwerden haben dem 61-Jährigen zu schaffen gemacht.

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Seit 1. Jänner ist die Pension Riegler geschlossen. Für das gesamte Areal wird ein neuer Eigentümer gesucht.
Foto: Foto Christ

Seit 1992 betrieb das Ehepaar die Gaststätte sowie die Vermietung der insgesamt 25 Zimmer. Damals haben die Rieglers den Betrieb von Reginas Eltern übernommen. Sie hat hier ihre Lehre absolviert und ist seitdem beinahe täglich in der Gaststube gestanden. Leicht ist ihr der Entschluss zur Schließung nicht gefallen, meint sie. „Es tut schon weh, aber ich hätte ja schon vor fünf Jahren in Pension gehen können. Durch Corona ist unsere Situation aber immer schwieriger geworden.“

Besonders die Personalsuche brachte viele Probleme mit sich. „Es ist einfach schwierig verlässliche Mitarbeiter zu finden, das war auch eine Entscheidungshilfe für die Schließung. Denn auch ihre Kinder, sie waren lange Zeit die Stütze im Betrieb, haben mittlerweile anderer Berufswege eingeschlagen.

Zeit für das Gastro-Ehepaar, sich neu zu orientieren und ihren Ruhestand zu planen. Schweren Herzens haben sie sich nun entschlossen, das Haus zu verkaufen. Die Übergabe an einen Makler ist bereits erfolgt. „Wenn sich ein Käufer findet, dann werden wir natürlich unsere Wohnung im Obergeschoss aufgeben und uns anderwertig umsehen“, meint die Hausherrin, die nun ihre freie Zeit mit dem Ausräumen und Ausmustern von Gegenständen verbringt. „Es hat sich ja so vieles in all den Jahren angesammelt, da gibt es einiges zu tun“, meint sie.

Ein Herzenswunsch wäre für sie und ihren Ehemann, wenn ihr Elternhaus weiterhin als gastronomischer Betrieb geführt würde. „Aber wir können es uns auch sehr gut als Altersresidenz vorstellen.“ Die Voraussetzungen wären aufgrund der ruhigen Lage auf jeden Fall für ein solches Projekt gegeben. Und so warten die Rieglers darauf, was die Zukunft für sie bringen wird. Eines steht für das Ehepaar aber fest. „Natürlich werden wir unsere Gäste vermissen, aber jetzt lassen wir es uns mal so richtig gut gehen.“

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