Verein Meierhof Perwath: „Wir sind ein super Team“

Wenn man sich in Perwarth wo trifft, dann entweder im Feuerwehrhaus oder im Meierhof. Für dessen Erhalt sorgen umtriebige Vereinsmitglieder.

Erstellt am 17. Dezember 2021 | 05:03
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Das 1560 von Freiherr von Concin erbaute Schloss Niederperwarth und der 15 Jahre später errichtete Meierhof sind die Wahrzeichen des Rand egger Ortsteiles Perwarth. Während die Ruine dank der Privatinitiative von Anton Wagner gerade freigelegt und wieder zugänglich gemacht wird, strahlt der Meierhof schon in vollem Glanz. Zu verdanken ist dies einerseits der Marktgemeinde Randegg, die 1998 das Areal Meierhof samt Ruine gekauft hatte, und andererseits dem 2008 gegründeten Verein Meierhof Perwarth.

In den ersten fünf Jahren unter Obmann Manfred Haselsteiner belebte man den Meierhof vor allem für künstlerische Zwecke als Ausstellungsort. Inzwischen ist er das Veranstaltungszentrum für Hochzeiten (bis zu 300 Personen) oder Feiern und gleichzeitig der Treffpunkt in Perwarth geworden. „Wir haben bei uns im Dorf keinen Wirten mehr, also trifft man sich – wenn nicht gerade Lockdown ist – immer Donnerstagabend und Sonntagvormittag bei uns im Clublokal“, schildert Obmann Anton Halbartschlager, der seit 2013 dem Verein vorsteht. Am vergangenen Wochenende hätte eigentlich wieder der Adventmarkt im Meierhof stattfinden sollen. Zum zweiten Mal musste er Corona-bedingt genauso wie das Sonnwendfeuer und das Musikschulkonzert abgesagt werden.

Dennoch, auch wenn die Veranstaltungen heuer erneut weniger waren, die Vereinsmitglieder waren umso umtriebiger. Ein neuer Vorgarten, neue Rampe mit Geländer, neues Kellerstüberl und ein ganzjährig geöffnetes öffentliches WC wurden heuer in mehr als 540 freiwilligen Arbeitsstunden von den 120 Vereinsmitgliedern geschaffen. „Insgesamt haben wir schon über 14.000 freiwillige Arbeitsstunden hier geleistet“, weiß „Polier und Baumeister“ Gottfried Luger.

Die Projekte für die nächsten beiden Jahre sind schon geplant: 2022 soll der Fußboden im Klubraum erneuert werden, 2023 das komplette Dach. Da braucht man auch wieder die (finanzielle) Unterstützung der Gemeinde. „Als Gemeinden müssen wir froh sein, so einen aktiven Verein zu haben, der so viel Energie und Zeit in den Erhalt und Betrieb des Meierhofes steckt. Da kann man vorbeikommen, wann man will, irgendwer arbeitet immer. Der Meierhof ist eine Bereicherung für die Dorfgemeinschaft und für die Gemeinde insgesamt“, weiß Bürgermeisterin Claudia Fuchsluger (ÖVP).