Sachsi‘s Taxi insolvent: „Wir werden das stemmen“. „Sachsi‘s Taxi“ kämpft mit finanziellen Schwierigkeiten. Taxibetreiber Josef Sachslehner strebt Sanierungsverfahren an.

Von Claudia Christ. Erstellt am 26. Juni 2018 (04:00)
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Verbindlichkeiten von rund 61.000 Euro machen derzeit Taxibetreiber Josef Sachslehner in Neumarkt das Leben schwer. „Der Betrag ist durch eine Finanzamtsnachzahlung aufgrund einer Betriebsprüfung zusammengekommen“, erklärt Sachslehner im NÖN-Gespräch.

Als „InRegion-Taxi“ fährt das Unternehmen in Kooperation mit den Gemeinden Wieselburg Stadt, Wieselburg-Land, Bergland und Petzenkirchen als regionaler Fahrdienst ergänzend zum Busverkehr und der Erlauftalbahn. Für Wieselburgs Stadtamtsdirektor Franz Willatschek kam die Nachricht von der Insolvenz des Taxiunternehmens völlig überraschend.

„Das wäre natürlich für uns eine blöde Situation. Denn das InRegion-Taxi wird von der Bevölkerung in Wieselburg und Petzenkirchen sehr oft genützt. Seit Beginn, im Dezember des Vorjahres, können wir rund 400 Fahrten verzeichnen“, erklärt Willatschek. Laut Bürgermeisterin Lisbeth Kern gehen rund 16 Prozent der Gesamtfahrten von Petzenkirchen aus.

„Wir tun alles, um weitermachen zu können“

Dass die Auftragslage gut sei, betonte auch Taxibetreiber Sachslehner selbst: „Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir das angestrebte Sanierungsverfahren stemmen werden.“ Bislang laufe der Betrieb ohnehin weiter wie bisher. „Wir tun alles, um weitermachen zu können“.

Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Christian Kies in Scheibbs gibt sich da noch etwas zurückhaltender. „Derzeit prüft der Taxibetreiber gemeinsam mit dem Steuerberater, ob ein Insolvenzverfahren überhaupt durchgeführt werden kann“.

Das hänge von der zu erwartenden Auftragslage und von der endgültigen Höhe der Verbindlichkeiten ab. „Ich hoffe, dass ich kommende Woche die Unterlagen in den Händen halten werde. Erst dann kann ich entscheiden, ob ein Sanierungsverfahren sinnvoll ist und angestrebt werden kann“, betont Kies.