Den Urwald hautnah erleben - ein Fest der Wildnis in Lunz am See

Erstellt am 05. Juni 2023 | 12:00
Lesezeit: 3 Min
Fest der Wildnis in Lunz am See
Foto: Theo Kust , Theo Kust
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Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal und Österreichische Bundesforste luden am ersten Juniwochenende zum Tag der Wildnis und Fest der Wildnis nach Lunz am See.

Vom Fachsymposium über naturpädagogische Führungen und Mitmachstationen bis hin zum Familienprogramm für Jung und Alt: Insgesamt rund 750 Besucherinnen und Besucher nutzten am ersten Juniwochenende bei prächtigem Wetter die Gelegenheit, den letzten Urwald Mitteleuropas im und rund um das Haus der Wildnis in Lunz am See hautnah zu erleben.

Am Tag der Wildnis (2. Juni) luden das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal gemeinsam mit den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) in das Haus der Wildnis. Für Volksschülerinnen und -schüler aus den Wildnisgebiet-Gemeinden gab es am Vormittag die besondere Gelegenheit, das Haus und die einzigartigen Lebensräume des Urwalds auf interaktive Weise zu entdecken. Auch das „Wild.Live!-Mobil“, die mobile Waldschule der Bundesforste, war an diesem Tag vor Ort im Einsatz. „Von Totholz bis zum Luchs wurden viele Besonderheiten, Notwendigkeiten und Zusammenhänge im Wald an die begeisterten Schülerinnen und Schüler vermittelt. Besonders große Freude bot das Rätseln in der mobilen Waldschule der Bundesforste und die Augmented und Virtual Reality - Stationen im Haus der Wildnis“, schildert Katharina Pfligl (Leitungsteam Haus der Wildnis) von den Österreichischen Bundesforsten.

Am Nachmittag stand das Fachsymposium „Verlorene Wildnis – Verlorenes Wissen“ am Programm. Die interessierten Gäste folgten den spannenden Vorträgen von Reinhard Pekny und Christoph Leditznig (Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal), Kirsten Weingarth-Dachs (Habitat – Wildlife Services) sowie Christian Baumgartner (Nationalpark Donau-Auen), welche die Notwendigkeit und den Mehrwert der stattfindenden Forschung in Schutzgebieten aufzeigten. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion – unter anderem mit ÖBf-Vorstand Andreas Gruber und Nationalpark Gesäuse-Geschäftsführer Herbert Wölger – wurde erläutert, worin der Wert der Wildnis liegt und was wir aus Wildnisgebieten lernen können.

Fest der Wildnis: Spiel, Spaß und spannende Naturerlebnisse

Ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Attraktionen erwartete die Besucherinnen und Besucher auch am Samstag beim Fest der Wildnis. Die Gastgeber sowie der Nationalpark Gesäuse, Nationalpark Kalkalpen, Naturpark Ötscher-Tormäuer, Naturpark Steirische und Niederösterreichische Eisenwurzen, WasserCluster Lunz, NÖ Jagdverband und das Haus für Natur des Landesmuseums Niederösterreich machten den Tag mit naturpädagogischen Mitmachstationen zu einem spannenden Familienerlebnis. Ein besonderes Highlight war für viele Kinder und Jugendliche der „Wildniss-Pass“. Mit Rätsel und Vermittlungsstationen der teilnehmenden Partner konnte Wissen gesammelt und geschützt werden. Als kleines Dankeschön für einen vollständigen Pass erhielten alle Kinder einen Goodie-Bag und nahmen damit am attraktiven Gewinnspiel teil.

Regionale Schmankerl vom Bauernmarkt am Kirchenplatz und ein „Blattlschießen“-Wettbewerb für Erwachsene und Kinder der Gemeinde Lunz am See rundeten das Programm ab. Für die musikalische Umrahmung sorgten der Lunzer Kinderchor sowie die Kinderschuhplattler Lunz. Kreative Unterhaltung boten der Verein Groß & Klein und die Kinderdrechselwerkstatt.