Landjugend feierte 70er. „Wir wollen den Leuten zeigen, dass es uns schon so lange gibt, dass wir eine gute Gemeinschaft sind und mit viel Engagement so ein tolles Fest veranstalten können“, freuen sich Landjugendleiterin Katharina Daurer und ihr Bruder Lukas, der mit ihr derzeit gemeinsam die Landjugend Reinsberg leitet.

Erstellt am 21. Juni 2018 (15:59)
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Johann Frühwald (76), Sprengelleiter 1963, lässt die Zeit Revue passieren: „Ich habe die alte Arbeitweise in der Landwirtschaft noch gekannt. 1965 wurden die letzten Ochsen für die Arbeit am Feld gezähmt und heute fahren wir mit neuen ‚Geo-Tracks‘ durch die Gegend. Es ist bemerkenswert, was unsere Elterngeneration alles geleistet hat.“ Wegen Rezession und Börsenkrach wären die Produkte einfach nicht absetzbar gewesen. „Unsere Vorgeneration hat gekämpft und die schwierigen Zeiten überstanden. Die Höfe blieben erhalten und wurden an die nächste Generation übergeben“, erklärt Frühwald.

„Trotz der großen Wunden war Begeisterung da, es ist aufwärts gegangen, jeder hat jedem in Not geholfen, bis schließlich die landwirtschaftlichen Produkte wieder Wertigkeit hatten“, berichtet Frühwald.

1948, in einer Aufwärtsbewegung, wurde das „Landwirtschaftliche Fortbildungswerk“ gegründet. Dort holten sich die Landwirte seinerzeit das Rüstzeug und Grundwissen für die Arbeit am Hof. „Es muss was Gutes, was Interressantes, Bodenständiges und was Vernünftiges sein, was 70 Jahre besteht und sich weiterentwickelt“, ist Frühwald überzeugt. „Wir halten Brauchtümer aufrecht und geben sie an die nächste Generation weiter“, weiß Lukas Daurer.