Die Mostviertler in Wien. Der Verein „Get the Most“ vereint Mostviertler, die in Wien leben, aber noch stark in ihrer Heimat verwurzelt sind. Mit an Bord: der Reinsberger Georg Trimmel.

Von Anna Faltner. Erstellt am 29. April 2019 (05:45)
Schalhas/ inshot.at
Georg Trimmel ist Obfrau-Stellvertreter vom Verein „Get the Most“.

Vor elf Jahren zog es Georg Trimmel zum Studieren von Reinsberg nach Wien. Seitdem lebt der 32-Jährige in der Stadt und arbeitet bei der Österreichischen Raumordnungskonferenz in der Verwaltungsbehörde des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Engagement zeigt er aber auch für den neuen Verein „Get the Most“, in dem er Obfrau-Stellvertreter ist.

NÖN: Woher kam die Idee, den Verein zu gründen?

Georg Trimmel: In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es viele Mostviertler, die in Wien leben, das Mostviertel aber nach wie vor schätzen und dort stark verwurzelt sind. Hier gab es schon länger die Idee für einen stärkeren Austausch mit der Heimat. Der ausschlaggebende Punkt für die Gründung war dann die Initiative der LEADER Region Eisenstraße.

Wie wollt ihr die Verbindung zwischen Stadt und Land schaffen?

Trimmel: In erster Linie durch einen starken Austausch auf persönlicher Ebene und durch gemeinsame Aktivitäten. Wir haben uns schon mit dem Beta-Campus in Waidhofen/Ybbs, mit dem Quartier A in Amstetten und natürlich mit den LEADER-Regionen Eisenstraße und Moststraße vernetzt. In einem nächsten Schritt werden wir auf Gemeinden und Betriebe aus der Region Mostviertel zugehen.

Was macht der Verein genau?

Trimmel: In der ersten Phase geht es darum, ein Netzwerk aufzubauen. In Zukunft wollen wir auch andere Bereiche bearbeiten. Mir liegt der Erhalt der Mostviertler Kulturlandschaft mit den Streuobstwiesen am Herzen. Wir wollen regionale Produzenten unterstützen und in Wien bewerben. Außerdem soll es Unterstützung bei der Wohnungs- und Jobsuche für jene geben, die wieder ins Mostviertel zurückkehren wollen.

Gibt es auch im Mostviertel Veranstaltungen oder nur in Wien?

Trimmel: Es wird beides geben. Es geht darum, ein Netzwerk der Mostviertler in Wien aufzubauen, aber auch um den Austausch mit den Menschen in der Region. Wir haben zum Beispiel einen Mostviertler-Sommertag mit Ausflug am Ybbstalradweg und einem gemütlichen Ausklang am Lunzer See geplant.