Soziales Jahr: Freiwillige als wichtige Unterstützung. Immer mehr Jugendliche entscheiden sich für ein „Soziales Jahr“. Auch beim Roten Kreuz Scheibbs sind die Freiwilligen gemeinsam mit den Zivis eine wichtige Stütze.

Von Claudia Christ. Erstellt am 16. August 2018 (05:00)
Mathias Daurer (Gaming), Fabian Scharner (Purgstall), Angela Reiter (Scheibbs), Romina Krenn (St. Georgen/Leys)
Rotes Kreuz Scheibbs

Beim Roten Kreuz Scheibbs sind neben den Zivildienstleistenden auch Absolventen des Freiwilligen Sozialljahres (FSJ) tätig.

Eine davon ist Romina Krenn. „Ich wollte mein medizinisches Wissen vertiefen und auch Erfahrungen im Sozialbereich sammeln, besonderes im Umgang mit Patienten und deren Ausnahmesituationen“, erklärt sie ihre Entscheidung.

"Das Freiwillige Soziale Jahr beim Roten Kreuz war für mich die absolut richtige Entscheidung“Romina Krenn

Auch das diese Erfahrung für ihr weiteres Leben prägend sein wird, daran besteht für die junge Frau absolut kein Zweifel: „Denn während meiner Ausbildung zum Rettungssanitäter lernte ich das Grundwissen vom Rettungsdienst kennen. Später, beim täglichen Einsatz am Rettungswagen und im Krankentransportwagen, erlebt man die im Kurs erlernten Situationen in der Realität und wendet die erlernte Theorie an.“

Neben der guten Kollegen-Zusammenarbeit und der freundlichen Atmosphäre auf der Dienststelle, bleibt für Krenn vor allem eines als besondere Erfahrung in ihrer achtmonatigen Tätigkeit zurück: „Nämlich die Dankbarkeit der Patienten und deren Angehörigen nach einem Einsatz. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, dass das Freiwillige Soziale Jahr beim Roten Kreuz für mich die absolut richtige Entscheidung war“, betont sie.

FSJ als Überbrückung oder sinnvolle Auszeit

Das FSJ bietet die Möglichkeit, im Sozialbereich tätig zu werden, was für junge Frauen und Männer eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Berufswahl sein kann. Aber auch als Überbrückung, wie das Warten auf einen Studienplatz oder als Auszeit vom Brotberuf kann das Freiwillige Sozialjahr genutzt werden. Zu Beginn absolviert man die Ausbildung zum Rettungssanitäter und ist nach kommissioneller Abschlussprüfung im Sanitätseinsatz tätig, in Begleitung von erfahrenen Kollegen aber auch im Rettungsdienst.

„Bisher haben wir ausgesprochen gute Erfahrungen mit unseren Absolventen gemacht. Der Oktober-Termin ist wieder voll belegt, im Jänner und April 2019 gibt es wieder freie Plätze“, informiert Erich Stockinger, FSJ-Verantwortlicher beim Roten Kreuz in Scheibbs.

Auch Zivildiener sind wichtige Stütze

Im Tagdienstbetrieb unter der Woche, wo die ehrenamtlichen Mitarbeiter zum allergrößten Teil ihrem Brotberuf nachgehen, sind vor allem auch die Zivildienstleistenden eine wichtige Personalstütze für das Rote Kreuz. Bis zu 20 Fahrzeuge sind zu dieser Zeit besetzt, was einen entsprechend hohen Personalbedarf bedeutet. „Der Zivildienst beim Roten Kreuz im Bezirk Scheibbs erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit bei den jungen Männern.

Dass sie sich bei uns wohl fühlen, zeigt auch die hohe Anzahl an Zivildienern, die dem Roten Kreuz nach dem Wehrersatzdienst als ehrenamtliche Mitarbeiter treu bleiben. Die Nachfrage ist hoch, wobei sich aber der April-Termin immer wieder als schwierig herausstellt. Aktuell sind noch drei Plätze für April 2019 frei. Wir würden uns freuen, diese noch besetzen zu können“, ergänzt Lukas Hürner, Pressesprecher der Rotkreuz-Bezirksstelle Scheibbs.

Helfen im Notfall: Zivildiener und Freiwillige im Sozialen Jahr sind für das Rote Kreuz eine wichtige Unterstützung.
Rotes Kreuz Scheibbs