Martin Ploderer legt Amt zurück. Der Lunzer Bürgermeister Martin Ploderer wird sein Bürgermeisteramt sowie sein Gemeinderatsmandat mit 30. Juni zurücklegen. Er ist seit dem Jahr 2000 im Amt.

Von Claudia Christ. Erstellt am 18. Juni 2019 (11:37)
Handschlagqualität: der scheidende Lunzer Bürgermeister Martin Ploderer (rechts) übergibt das Bürgermeisteramt nach 19 Jahren an seinen Vize und designierten Nachfolger Josef Schachner.
Gemeinde Lunz

Tritt Martin Ploderer bei der Gemeinderatswahl 2020 nochmals an, oder nicht? Am Freitag setzte der Lunzer Bürgermeister allen Spekulationen ein Ende: „Ich werde mit 30. Juni all meine politischen Ämter zurücklegen“, erklärte er gegenüber der NÖN.

Ploderer steht seit dem Jahr 2000 an der Lunzer Gemeindespitze. Damals sorgte er als aufstrebender ÖVP-Gemeindepolitiker mit seinem Wahlsieg bei den Gemeinderatswahlen für einen Farbwechsel in der bislang traditionellen SPÖ-Hochburg. Mit neuem Stil gelang es dem heute 63-Jährigen, die Gemeinde Lunz aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken.

„Es war mir immer wichtig, über die Tagespolitik und Gemeindegrenzen hinaus zu denken und regional wichtige Projekte voranzutreiben und Entscheidungen zu treffen, auch wenn es zu Beginn oft erhebliche Widerstände zu überwinden gab“, zieht Ploderer Resümee. Projekte wie der Wassercluster, Ybbstalradweg, Seebühne oder das Haus der Wildnis haben ihn besonders motiviert weiterzuarbeiten.

"Die Zusammenarbeit mit ihm war all die Jahre hervorragend und einzigartig"

In einer für 5. Juli von Vizebürgermeister Josef Schachner anberaumten Gemeinderatssitzung soll nun der neue Bürgermeister gewählt werden. „Ich werde mich dieser Wahl stellen“, sagt Schachner und streut dem scheidendenden Ortschef Rosen: „Die Zusammenarbeit mit ihm war all die Jahre hervorragend und einzigartig. Ich wurde von ihm sehr gut auf das Amt vorbereitet.“

Für den Forstwirt, der seit 1995 als Gemeinderat tätig ist und seit 2012 das Amt des Vizebürgermeisters innehat, gilt es vorrangig, die wichtigen Projekte, wie den Bau vom Haus der Wildnis sowie den Ausbau des Glasfasernetzes in Ploderer-Manier voranzutreiben.

Künftig will der scheidende Ortschef die freie Zeit mit seiner Familie verbringen. Engagieren wird er sich jedoch weiterhin als Beirat für das Wildnisgebiet Dürrenstein sowie als Aufsichtsrat für die Errichtungsgesellschaft „Weltnaturerbezentrum Haus der Wildnis“.