Vor Inbetriebnahme war Präzisionsarbeit gefragt

Erstellt am 03. Juni 2015 | 09:57
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Foto: NOEN, www.eisenstrasse.info
16 Tonnen schwere Wasserkraftschnecke von zwei Schwerlastkränen in Jeßnitz "eingehoben". Schaukraftwerk Neubruck geht in den nächsten drei Wochen in Betrieb.
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Mit zwei Schwerlastkränen wurde die 16 Tonnen schwere, innovative Wasserkraftschnecke der Firma Hydroconnect vergangenen Freitag in die Jeßnitz eingehoben. Damit ist die letzte große Etappe beim Bau des Schaukraftwerks in Neubruck geglückt. Innerhalb der nächsten drei Wochen wird das Kraftwerk in Betrieb gehen.

Auf Höhe des Aquädukts der Zweiten Wiener Hochquellwasserleitung entstand in der Jeßnitz in den vergangenen Monaten eine „Schauwasserkraftschnecke“, die Fischen erstmals eine völlig gefahrlose Auf- und Abwärtswanderung ermöglicht und gleichzeitig Strom erzeugt. Wissenschaftlich betreut wird dieses wasserwirtschaftliche Versuchsprojekt vom Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der BOKU Wien, welche in den letzten Jahren auch die Voruntersuchungen dieser neuen Technologie durchführte.

"Für Weiterentwicklung immens wichtig"

Eine weitere Wasserkraftschnecke ist bereits an der Sulm (Steiermark) im Versuchsbetrieb. „Wir können mit dem Schaukraftwerk unsere Technologie direkt am künftigen Produktionsstandort in Neubruck zeigen. Das ist für die Weiterentwicklung unseres Unternehmens immens wichtig“, betonten die beiden Geschäftsführer der Hydroconnect GmbH, Paul Edelsegger und Walter Albrecht, die sich bei den Projektpartnern (Land Niederösterreich, Neubruck Immobilien GmbH und Wirtschaftskammer Niederösterreich) für die ausgezeichnete Kooperation bedankten.

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Foto: NOEN, Hydroconnect GmbH

Der Einhub der Wasserkraftschnecke stellte die Techniker am Freitag vor Herausforderungen. Nach mehrstündigen Arbeiten – und das bei Regen – passte schließlich der „Fishlift“ wie ein Puzzlestein in die neu errichtete Wehranlage.

Das Schauwasserkraftwerk wird mit Infotafeln ausgestattet, sodass Besucher der Niederösterreichischen Landesausstellung 2015 mehr über die neue Technologie und die Erfindung aus dem „ÖTSCHER:REICH“ erfahren können.

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