21-Jähriger brauchte Geld für Drogen & Spielsucht. 21-jähriger Scheibbser finanzierte sich Süchte mit kriminellen Aktionen. Vor Gericht setzte es auch eine Haftstrafe.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 05. Dezember 2018 (04:09)
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Gericht Prozess Urteil Symbolbild
shuterstock.com/ Evlakhov Valeriy

Geld für Drogen- und Spielsucht brauchte ein Scheibbser (21). Um an Bares zu kommen, arbeitete er sich emsig durchs Strafbuch. Ob der kriminellen Aktionen landete er schließlich in U-Haft und sitzt nun am Landesgericht St. Pölten vor einem Strafrichter.

Blüten kaufte der Bursche im Darknet. 2014 bestellte er dort 30 gefälschte 20-Euro-Scheine im Sonderangebot um insgesamt 120 Euro. Vier Jahre später kaufte er sich 20 gefälschte 50-Euro-Scheine. Mit einem der Fünfziger wollte er dann in einer Bar bezahlen, ein Kellner kam ihm aber auf die Schliche. 2016 brach der Bursche in ein Gasthaus ein und ließ eine Geldbörse mitgehen.

Auch als Betrüger übte er sich, täuschte vor, Geld mit Bitcoins zu machen. Um an diesem vermeintlich gewinnbringenden Geschäft teilzuhaben, überließen ihm Freunde 8.500 Euro. Die wanderten kurzerhand in die Tasche des Scheibbers. Zu guter Letzt bestellte der 21-Jährige im Internet einen Laptop, bezahlte aber nicht.

Der Richter verurteilt den Angeklagten wegen Geldfälschung, Einbruchsdiebstahls, Diebstahls und schweren gewerbsmäßigen Betrugs und verhängt 20 Monate teilbedingt, davon zwei Monate hinter Gittern. Den unbedingten Teil der Strafe hat der Bursche schon in U-Haft verbüßt. „Sie kommen heute mit einem blauen Auge davon, weil Sie wieder Fuß fassen sollen“, sagt der Richter.